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Mose richtet die eherne Schlange auf

Published 9 months ago
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Der Bibeltext 4. Mose 21,4-9 – ausgelegt von Friedhelm Appel.

Wir begleiten Israel bei seiner Wüstenwanderung. Gott befreit Israel aus Ägypten, rettet das Volk durch den Durchzug durchs Rote Meer und teilt ihm dann das Land zu.

Immer wieder habe ich versucht, die Wanderroute des Volkes über die Bibeltexte und mithilfe der Landkarten zu verstehen. Und es war lange unklar für mich.

Doch dann hat sich mir ein neues Verständnis aufgetan: Der Berg Sinai bzw. der Berg Horeb, an dem Mose die zehn Gebote und weitere Gesetze von Gott empfangen hatte, liegt gar nicht am Südende dessen, was wir heute Sinai-Halbinsel nennen. Diese Lokalisierung des Sinai-Berges gibt es erst seit dem 4. Jh. nach Christus. Das dort angesiedelte Katharinen-Kloster kam erst im 6. Jh. dazu.

Viele andere und weit ältere Hinweise und archäologische Funde verweisen uns auf einen Berg östlich des Golfes von Akaba. Gleich in der Region Midian. Die Region heißt auch heute noch so. Und grade da, wo wir vermuten würden, wenn Paulus schreibt: Der Berg Sinai in Arabien (Galater 4,25). Am Berg, der heute Dschabal al-Lauz (Jabal al Lawz) heißt, finden wir entsprechende Erzählungen rund um den Berg und klare archäologische Funde. Der Zwillingsgipfel erinnert an Kamelhöcker und das ist auch das, was der Name „Sinai“ bedeuten könnte: Höcker. Touristen kommen nur mit Sondergenehmigung in diese Region.

Wenn dort der Berg Horeb, der Berg der 10 Gebote, liegt, erschließt sich mir auch leicht, dass der Durchzug durchs Rote Meer ein Durchzug durch den Golf von Akaba war. Und auch dazu gibt es entsprechende archäologische Funde. Der Golf ist bis zu 1,5 km tief. Aber in der Mitte gibt es eine Art Furt, die nicht so tief ist. Vielleicht nur 100 m unter der Meeresoberfläche. Da wäre ein Durchzug recht flach möglich. Und schon finde ich große Übereinstimmungen mit den Berichten aus der Bibel.

Nun nach dem Durchzug durch das Rote Meer waren also Mose und das Volk Israel am Berg Horeb in der arabischen Wüste. Gott begegnete Mose im Feuer. Und tatsächlich ist der Gipfel dieses Berges durch Hitze schwarz glasiert. Manche erinnert das an Vulkangestein.

Gott übermittelte Mose und dem Volk zehn wertvolle Gebote für die ganze Menschheit. Und weitere Verhaltensweisen und Ordnungen sollten die Israeliten kennenlernen. Zum Beispiel die Einehe, den Sieben-Tage-Wochenrhythmus und anderes. Die ganze Schulung dauerte etwa zwei Jahre. Und dann sollte Israel in das Land gehen, das Gott für das Volk vorbereitet hat.

Aber mit dem Training und dem Einüben der neuen Ordnungen gab es Schwierigkeiten. Die Israeliten vertrauten Gott doch nicht so ganz. Deshalb stoppte Gott den Einzug in das verheißene Land. „Ihr seid auch nicht besser als die anderen Völker,“ sagt Gott. „Aber euch habe ich erwählt, um der Menschheit zu zeigen, dass ich jeden aus jeder Pasche und an das Ziel des Lebens führen kann, zu Liebe und Gerechtigkeit.“ Und so musste Israel 40 Jahre lang in der Wüste die neuen Ordnungen einüben. Zum Beispiel 40 Jahre lang einüben, dass am siebten Tag keine Arbeit getan, keine Nahrung gesammelt, sondern Gottesdienst gefeiert wird. Dieser sieben Tage Rhythmus sollte in Fleisch und Blut übergehen. Und tatsächlich, wie die Geschichte belegt: Israel hat diesen sieben Tage Rhythmus in die ganze Welt getragen, sodass wir auch heute diesen Wochenrhythmus leben und als Geschenk Gottes betrachten können. So wird Israel zum Segen für alle Nationen.

Ein regelmäßiger Standort n diesen 40 Jahren Wüstenzeit war eine Region südlich des heutigen Israels, in Kadesch-Barnea. Von hier aus versuchten die Israeliten immer wieder Richtung Norden in das neue Land einzudringen. Gott und die dortigen Fürsten verhinderten das immer wieder. So brechen sie auf zu einem neuen Versuch, um mit eigener Kraft in das Land zu kommen. Sie wollen das Land der Edomiter umgehen. Von Hor, in der Region von Kardesch Barnea, gehen sie zunächst in Richtung Südosten. Aber die ständig

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