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Lob des Schöpfers

Published 8 months, 2 weeks ago
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Der Bibeltext Psalm 104 – ausgelegt von Siegfried Leferink.

„Herr, wie sind deine Werke so groß und viel! Du hast sie alle weise geordnet, und die Erde ist voll deiner Güter.“ Es ist ein einziges Staunen, was diesen langen Psalm 104 durchzieht. Es ist ein Staunen, das mehr oder weniger spontan ein Lob Gottes hervorbringt. So möchte ich weniger diesen Psalm analysieren als vielmehr mit Ihnen staunen – und ja, anbeten. Denn wenn das Herz des Staunens voll ist, muss es sich Luft machen: „Lobe den Herrn, meine Seele!“ Das ist nicht eine Selbstaufforderung, um sich zum Loben aufzuraffen, es bestärkt nur, was schon in der Seele, im Herzen, ist. Es ist ein Loben, das aus dem Staunen fließt.

Es ist ein Staunen, das aus dem kommt, was wir alle mit offenen Augen wahrnehmen können. Gottesfürchtige Menschen können die Schöpfung und alles, was in ihr so wunderbar geordnet ist, nicht anders sehen als Gottes Schöpfung. Sie verdanken es nicht der Natur, nicht einer angenommenen Evolution, sie verdanken es Gott. Für sie ist klar, was Paulus so ausdrückte: „Denn was man von Gott erkennen kann, ist unter ihnen offenbar; denn Gott hat es ihnen offenbart. Denn sein unsichtbares Wesen – das ist seine ewige Kraft und Gottheit – wird seit der Schöpfung der Welt, wenn man es wahrnimmt, ersehen an seinen Werken, sodass sie keine Entschuldigung haben“ (Römer 1,19-20). Allein die Schöpfung sagt schon so viel über Gott aus, dass Anbetung und Lob nur die angemessene Antwort sein kann, so wie in Psalm 104: „Herr, mein Gott, du bist sehr groß; in Hoheit und Pracht bist du gekleidet.“ Die Schöpfung zeigt genau dies: Gottes Größe offenbart sich in der Fülle und Vielfalt des Geschaffenen. Und auch Gottes Pracht sehen wir in der Kreativität und im Design der Schöpfung. Wer von uns wäre je auf den genialen Gedanken gekommen, die Funktionalität und Zweckmäßigkeit mit Vielfalt und Schönheit bei den Pflanzen, Tieren und Menschen zu kombinieren? Wenn wir heute stolz sind auf Errungenschaften und Erfindungen, auf Kunst und neuen Designs, dann ist das bei allem Respekt doch nur ein Abklatsch dessen, was Gott vom Ursprung her ohne jede Vorlage geschaffen hat. Sollten wir dann nicht vor allem auf ihn stolz sein?

Der Psalmist ist es und spricht von dem Kleid, das Gott anhat. Ein schwacher Versuch, überhaupt etwas über Gottes Herrlichkeit auszusagen. Die Pracht dieses Kleides ist Licht. An anderer Stelle wird gesagt: Er wohnt ein einem Licht, zu dem wir keinen direkten Zutritt haben (1Tim 6,16). Und er ist Licht. Im Unterschied zu dem, wie wir unsere Welt erleben mit seinen vielen Schattenseiten, mit einer Dunkelheit, die uns manchmal verzweifeln lässt, ist er das Licht, in dem keine Finsternis ist (1Joh 1,5). Und die ganze Schöpfung ist in seiner Genialität und Schönheit Ausdruck dieses Lichtes. Nehmen wir uns doch wie der Psalmsänger die Zeit, schlicht ein Beobachter und Genießer zu sein.

Da ist der sichtbare Himmel wie ein Zelt über uns: „Du breitest den Himmel aus wie ein Zelt.“ Wir wissen, dass dieses Zelt eine aus unserer Sicht unendliche Weite hat, die unfassbar ist und bei der wir mit unserer Vorstellung völlig an unsere Grenzen stoßen. Allein das zeigt uns, wie wir über Gott nie groß genug denken können.

Dann geht es weiter gemessen am Universum zu unserer kleinen Erde. So wie wir sie erleben mit dem Wind und den Wolken, den gewaltigen Wassermassen und den festen Boden unter unseren Füßen. Doch dieser feste Boden hat gewaltige Umwälzungen erfahren, und Geologen versuchen diesen auf die Spur zu kommen und so die Gesteinsformationen zu erklären. Was auch immer geschehen ist, welche Naturgewalten unserer Erde ihre heutige Form gegeben haben, wir dürfen wissen: „Gott, du hast eine Grenze gesetzt, darüber kommen sie nicht.“ Das gibt uns die Gewissheit, dass wir nicht der Spielball willkürlicher Mächte sind, sondern das Gott nicht nur alles im Blick, sondern auch in seiner Hand hat.

Und d

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