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Back to EpisodesDas Gleichnis vom Zedernwipfel und vom Weinstock (1)
Description
Wie geht es Ihnen mit Rätseln und mit Krimis? Ich liebe Quizzen und ich schaue und lese auch gerne Krimis. In Krimis wird, so erkläre ich mir die Beliebtheit, obwohl ein Verbrechen zum Thema gemacht wird, am Ende die Welt in Ordnung gebracht. Beim Quiz freue ich mich, wenn ich etwas weiß oder aus meinem Halbwissen die richtigen Schlüsse ziehen kann.
Heute wird uns ein Rätsel und ein Gleichnis vorgesetzt, bzw. ich lese, wie es Hesekiel vorgesetzt bekommen hat. Ob Sie und ich daraus schlau werden? – Ich will mal einige Beobachtungen zusammentragen. Ein Geschehen, ein Ereignis, beschreibt Hesekiel. Er berichtet, dass „des Herrn Wort zu ihm geschah“. „Zu ihm“ geschieht es. Hesekiel hört nicht nur, er registriert ein Geschehen, das genau ihm gilt. Das Wort des Herrn begegnet ihm, so verstehe ich diese Formulierung. Da steht dem Hesekiel unvermutet und unerwartet jemand gegenüber. Dieses Gegenüber ist nicht so, dass er vorbeigehen oder sich umdrehen könnte. Es ist nicht beiläufig, nicht, wie auf einem Marktplatz z.B., wo man beim Flanieren bekannte Gesichter vorübergehen sieht. Diese Begegnung ist ganz konkret und ist persönlich für und zu Hesekiel.
Fast möchte ich sagen, „da ist jemand“. Wer ist das? „Des Herrn Wort“ ist es. Wort Gottes fällt mir da ein und ich denke an andere Stellen in der Bibel. Dort finde ich „Gottes Wort“ wieder. Johannes, der Jünger Jesu, drückt es ganz konkret aus, als er Jesus Christus vorstellt: Das Wort Gottes ward Fleisch, ist Mensch geworden. Es muss also Gott selber sein, der hier dem Propheten Hesekiel „geschieht“. Gott selber offenbart sich. Bei Johannes erkenne ich, dass er, Gott, Mensch, also eine Person wie Du und ich, geworden ist, bei Hesekiel und anderen Propheten, ist beschrieben, dass Gott ein Geschehen ist. Gott ist dynamisch. Gott ist nicht irgendein stummer unbeteiligter Götze aus Stein, Holz oder einem anderen Material. Unser Gott, der Herr, der Hesekiel geschieht, ist pures Leben, begegnet und belebt Menschen. Dieser Gott ist an den Menschen interessiert und ist den Menschen zugewandt und er begibt sich – so stellt er sich mir hier dar – auf die Ebene der Menschen. Gott wartet nicht bloß, ob sich ihm jemand zuwendet – das könnte er eigentlich ganz leicht tun, - denn die Menschen brauchen ihn ja für ihr Leben. Also könnte er einfach abwarten bis sich der Mensch, die Frau oder der Mann, bei ihm meldet und sich dann noch entscheiden, ob er gerade jetzt diese Person hören oder sehen will.
Nein, so ist Gott nicht, lerne ich. Gott ist zugewandt und sucht die Begegnung und die Gemeinschaft zu und mit den Menschen, mit mir. Gott will eine Beziehung mit mir, daraus macht er kein Rätsel, das ist keine Frage. Sonst würde er dem Hesekiel nicht geschehen. Und es geht ihm nicht bloß um Hesekiel. Damals geht es um das Haus Israel, also um das Volk Israel. Und heute weiß ich, dass es Gott darüber hinaus um jeden Menschen geht. Denn, über das Geschehen des Wortes hinaus, wurde das Wort ja Mensch – und damit sucht er jeden Menschen, kommt und wohnt und lebt unter den Menschen. Das ist Liebe. Gott geht den Menschen soweit nach, dass er einer von Ihnen, von uns geworden ist. Also komme ich zu dem Schluss, dass es Jesus ist, der da Hesekiel geschieht und begegnet. Soweit klar, Herr Kommissar.
Nun wäre für so einen Detektiv ja auch das Motiv wichtig zu wissen. Warum begegnet, geschieht, denn Jesus dem Hesekiel und fordert ihn auf, den Menschen ein Rätsel vorzulegen? Mein Auge fällt auf das Wort „Früchte“. Gott erwartet Früchte von den Menschen. Wie kann er das? Ist das nicht Druck, ist es nicht eine Unmöglichkeit, die da von uns Menschen erwartet wird?! Hier helfen dem geübten Kriminaler Hintergrundinformationen. In Bezug auf Früchte lauten die wie folgt: Frucht, die Jesus meint, kommt aus der Verbindung, der Beziehung mit Jesus selber. Menschen, die sich an Jesus halten, wird Fruchtbringen zugeschrieben.