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Ein freundliches Lächeln

Published 3 months ago
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Gestern war Valentinstag. Schon vergessen? War es anstrengend? Schön? Oder haben weder Sie jemandem etwas Liebes gesagt oder getan, noch ist Ihnen liebenswerte Freundlichkeit begegnet?

Einmal im Jahr ist doch nicht zu anstrengend, oder? Dabei ist Freundlichkeit und Herzlichkeit als Alltagserfahrung etwa wunderbares und wünschenswertes. Ein aufmunterndes Lächeln, ein Kompliment, eine ehrliche Nachfrage nach dem Befinden, das tut gut. Noch besser wäre es, wenn es die Möglichkeit gäbe, Probleme zwischen uns zu lösen, unausgetragene Konflikte mal beiseitelegen zu können oder gar zu beenden.

Um Entschuldigung bitten? Warum ich? – Der/die andere hat angefangen! Solches Sandkastenverhalten ist schwer abzulegen. Das einzugestehen, fällt oft schwer, egal wie alt ich bin. So kann die Kommunikation in der Familie blockiert sein, können Freundschaften sprachlos werden und zerbrechen. Lassen Sie uns heute mal nicht auf die großen Probleme der Welt und der Gesellschaft schauen, sondern auf uns selbst. Manchmal sind die Probleme nämlich ganz nah. Ich formuliere es persönlich, weil ich Ihnen nicht zu nahetreten will. Könnte es sein, dass i c h selbst das Problem bin? Oder zumindest ein Teil davon?

Manchmal benötige ich dazu einen Anstoß von außen. Den kann mir heute ein Zitat aus einem Brief geben, der vor langer Zeit von einem gewissen Paulus geschrieben worden ist. Seine Aufforderung ist aber bis heute aktuell und kann weiterhelfen. Es geht nämlich nicht nur um den Apell „Bemüht euch, netter zu sein“, sondern er zeigt auch – um es in einem Bild zu sagen - auf die Tür, die offen steht, um hier weiterzukommen.

Es fängt vertraut an. Seid untereinander freundlich und herzlich und vergebt einander…“.

Eine Frau mit Migrationsgeschichte erzählte von einer Erfahrung beim Warten an der Bushaltestelle. Sie war neu in Deutschland, unsicher, auch wegen noch mangelnder Sprachkenntnisse und fehlender Orientierung. Da wurde sie von einer älteren Frau mit einem freundlichen Lächeln angeschaut. Mehr nicht, aber es tat so gut.

Freundlichkeit und Herzlichkeit, also zugewandt sein? Das ist schon eine Herausforderung. Und dann noch vergeben? Nicht nur als eine – anstrengende – Einzelinitiative, sondern als Kultur soll das unser Zusammenleben bestimmen. „Seid untereinander freundlich und herzlich zugetan und vergebt einander.“

Das hört sich so gut an und ist doch irgendwie weltfremd!

Ich könnte auch fragen: Lieber Paulus, in welcher Welt lebst Du eigentlich? Du hast wohl nichts zu vererben. Keine offenen Rechnungen mit anderen oder andere mit dir. Keinen Gartenzaun und kein Auto, dessen Parkplatz immer von Fremden bele

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