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Schön wär‘s!

Published 4 months, 1 week ago
Description
Der Bibeltext 5. Mose 17,14-20 – ausgelegt von Fred Gilgen.

Das Königsgesetz und die Macht – ein aktueller Blick

Am Tag, als ich die ersten Gedanken für diese Andacht sammelte, meldete die Tagesschau: „Atom-Deal macht den amerikanischen Präsidenten reicher. Er steigt mit seiner Firma ins Kernenergiegeschäft ein. Das steigert sein Vermögen um 500 Millionen Dollar – und lässt die Grenzen zwischen Amt und persönlichen Interessen weiter verschwimmen."

Im gerade gelesenen Königsgesetz des Alten Testaments steht: „Nur dass er nicht viele Rosse halte und führe das Volk nicht wieder nach Ägypten, um die Zahl seiner Rosse zu mehren … er soll auch nicht viele Frauen nehmen, dass sein Herz nicht abgewandt werde, und soll auch nicht viel Silber und Gold sammeln."

Als die Israeliten zum Propheten Samuel kamen und ihn baten: „Setze nun einen König über uns, der uns richte, wie ihn alle Völker haben", missfiel es ihm und er betete zu Gott, um ihn zu fragen, wie er darüber dachte. Gott antwortete: „Gehorche der Stimme des Volkes, doch warne sie und verkündige ihnen das Recht des Königs, der über sie herrschen wird." Samuel tat es und setzte den ersten König, Saul, ein. Aber er sagte ihnen auch, dass die ganze Sache für sie sehr teuer werden wird.
 

Schön wär's – und doch gibt es Ausnahmen

Schön wär's. Wenn die Könige und Herrscher so wären, wie es das Königsgesetz beschreibt. In der Regel handeln sie nicht so, sondern unterdrücken oft das Volk und mehren ihren eigenen Besitz.

Schön wär's … nein: Schön ist's. Denn es gibt keine Regel ohne Ausnahme. Gott sei Dank gibt es Menschen, denen ein Amt anvertraut ist und die es dann auch – im Gehorsam gegenüber Gott – zum Wohl der Menschen ausüben. Und es ist schön, dass ich einige, mehr auf den unteren Ebenen der Politik, kenne, die so leben.

An der Stelle denke ich zurück an meinen Militärdienst in der Schweiz. Und dabei an einen Offizier. Der Offizier war weder König noch Politiker. Aber bei vier Begegnungen erlebte ich ihn persönlich und kann sagen: Er hat sich an das, was hier im Königsgesetz steht, gehalten. Seine Stellung hat er nicht für private Bereicherungen missbraucht und stand seinen Untergebenen sehr nahe. Ich erinnere mich an einen Appell mit 2.000 Soldaten, wo er fragte, was das Wichtigste in der Ausrüstung sei.

Nach Antworten wie: Das dienstbereite Gewehr, die sorgfältig gepflegten und marschbereiten Schuhe, die vollständige Gasmaske, … holte er eine Gideon-Bibel aus seiner Brusttasche und sagte: „Das ist alles wichtig; aber im Ernstfall gibt es etwas, was noch wichtiger ist: Gottes Wort, die Bibel."
 

Beten für die Obrigkeit – was einfache Christen tun können

Schön wär's; denn Menschen wie dieser Offizier sind die Ausnahme und leider nicht die Regel. Viele, denen Macht gegeben ist, nutzen sie zu ihren Gunsten aus.

Und ich frage: „Was kann ich da als einfacher Christ tun?"

Als ich 2012 meinen letzten Dienst als Pastor antrat, starteten meine Frau und eine Mitbeterin einer anderen Gemeinde das „Gebet für die Stadt". Sie nahmen die Worte aus Jeremia 29 ernst: „Suchet der Stadt Bestes, dahin ich euch habe wegführen lassen, und betet für sie zum Herrn." Genauso wie die Worte im 1. Timotheus, 2. Dort steht: „So ermahne ich nun, dass man vor allen Dingen tue Fürbitte und Danksagung für alle Menschen, für die Könige und für alle Obrigkeit, damit wir ein ruhiges und stilles Leben führen können in aller Frömmigkeit und Ehrbarkeit." Paulus meinte damit nicht nur unser Wohlergehen, sondern auch die Offenheit der Regierung. So dass wir auch Gelegenheit haben, den Menschen von Gott, unserem Heiland, zu erzählen, „welcher will, dass allen Menschen geholfen werde und sie zur Erkenntnis der Wahrheit kommen" und Jesus Christus, seinen Sohn, kennenlernen.

Ist es ein Zufall, dass in unserer

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