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Epstein-Files: Wann wird aus Recherche Sensationslust?

Published 8 months, 2 weeks ago
Description

Mehr als drei Millionen Seiten, hunderttausende Fotos und Videos - freigegeben vom US-Justizministerium und für alle zugänglich.

Zwei Wochen nach der bislang größten Veröffentlichung der Epstein-Files drängt sich eine zentrale Frage auf: Was ist wirklich berichtenswert?

In BR24 Medien zieht Linus Lüring mit NDR-Investigativjournalistin Anna Klühspies eine Zwischenbilanz: Was bedeutet es für Journalismus, wenn plötzlich jeder denselben gigantischen Datenbestand in der Hand hat? Wie recherchiert man in Millionen schlecht gescannter, teils geschwärzter Dokumente – und wie verhindert man, dass Geschwindigkeit wichtiger wird als Kontext und Einordnung? Geht sogar das Kalkül von US-Präsident Trump und anderen Mächtigen auf, dass in der Masse der Berichterstattung belastende Enthüllungen einfach untergehen?

Im Zentrum steht eine konkrete Recherche: Jeffrey Epsteins Plan, im Jahr 2009 die Kölner Privatbank Sal. Oppenheim zu übernehmen – offenbar, um sich ein Finanzsystem jenseits strenger US-Behörden zu schaffen. Wie stößt man auf solche Spuren in einem digitalen Heuhaufen? Und wie belastbar sind Dokumente, die zunächst nur Hinweise liefern, aber noch keine Beweise?

***

Shownotes:
- Die Recherche von Anna Klühspies und Kolleginnen zu Epsteins Banken-Plänen: https://www.tagesschau.de/investigativ/ndr-wdr/epstein-sal-oppenheim-100.html


- Norwegen und die Epstein-Akten: Krone in der Krise - 11km, der Tagesschau-Podcast:  https://www.ardaudiothek.de/episode/urn:ard:episode:6fd69e2901acfb64/


- Epstein taucht in Epstein-Akten auf! Kritische Analyse von Übermedien (Bezahlinhalt): https://uebermedien.de/113789/epstein-taucht-in-epstein-files-auf/

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