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Back to EpisodesDie Feste feiern, wie sie fallen
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Feiertage, Feste und Achtsamkeit
Man soll die Feste feiern, wie sie fallen – so lautet ein Sprichwort. Immer wieder wird diskutiert, ob im Land nicht ein Feiertag gestrichen werden kann. Welchen sollte man denn streichen? Den zweiten Weihnachts-, Oster-, Pfingsttag oder vielleicht den 1. Mai?
Der heutige Bibeltext spricht von Festen für das alttestamentliche Volk Israel, die sie regelmäßig halten und feiern sollen. Er fängt mit dem Wort „Achte“ an. Gerade in der letzten Zeit wird viel von Achtsamkeit gesprochen. Es ist aber kein neues Thema. Steht schon im Alten Testament.
Und es zieht sich durch die ganze Bibel. Immer wieder werden Menschen von den Propheten und Aposteln und auch direkt von Gott aufgerufen, bestimmte Anweisungen zu beachten. Wir sollen zum Beispiel auch aufeinander Acht haben, und auf das, was dem anderen gehört. Und wir sollen auch auf uns selbst achten und nicht achtlos durchs Leben gehen.
Passafest: Befreiung, Erinnerung und Erfüllung
Zuerst geht es um das Passafest. Es wurde im Monat Abib [im Frühjahr] gefeiert und soll dem Herrn gewidmet sein. Dieses Fest erinnert jedes Jahr an die Befreiung des Volkes Israel aus der ägyptischen Sklaverei. Es war eine Nacht- und Nebelaktion, die Gott mit dem Volk Israel veranstaltete.
In Eile sollte noch mal kräftig gegessen werden. Ein Lamm sollte geschlachtet werden. Die Familie musste sich versammeln und alles aufessen. Dazu gehörte ungesäuertes Fladenbrot. Und dann kam der Aufbruch ins Unbekannte Land, in dem ein gutes Leben versprochen wurde.
Und nun lag eine 40-jährige Wüstenwanderung hinter dem Volk Israel, und es stand kurz vor der Einnahme des gelobten Landes. Eine neue Generation wuchs heran.
Da Gott aber um die Vergesslichkeit der Menschen weiß, gibt er durch Mose dem Volk noch eine ganze Reihe wichtiger Anweisungen.
Das Passafest soll ein Erinnerungsfest sein, das immer wieder die Liebe und die Zuwendung Gottes an das Volk in Erinnerung ruft. Doch jetzt soll das Passa nicht in großer Eile stattfinden. Es soll sieben Tage anhalten und mit einer Festversammlung enden.
Dieses Fest wurde später über Jahrhunderte vernachlässigt. In der Regel ging dies mit der Gottlosigkeit und dem Ungehorsam des Volkes Gott gegenüber einher. Dafür blühte der Götzendienst.
Zur Zeit von Jesus Christus wurde das Passafest wieder gefeiert. Und Gott nutzte eben dieses Fest, um ihm eine ganz neue Bedeutung zukommen zu lassen. An diesem Festtag gab das wahre Opferlamm Gottes sein Leben am Kreuz von Golgatha für die Sünden der ganzen Welt hin. Johannes der Täufer hatte es angekündigt, als Jesus ihm entgegen lief: „Siehe, das ist das Lamm Gottes, das die Sünden der Welt hinweg trägt.“
Damit hat für uns heute das alttestamentliche Passafest eine ganz neue Bedeutung bekommen. Am Karfreitag feiern wir den Tod von Jesus Christus für die Schuld der ganzen Welt - und am Ostersonntag seine siegreiche Auferstehung. Wer das im Glauben annimmt, bekommt von ihm Vergebung der Sünden, den Zuspruch der Rechtfertigung vor Gott und ewiges Leben.
Das ist vielmehr, als ein Mensch in seinem ganzen Leben verdienen kann mit guten Werken. Und auch die größte Spende eines Millionärs würde nicht ausreichen, um sich das ewige Leben in der Gegenwart von Jesus Christus zu erkaufen. Wir werden im 5. Buch Mose auch daran erinnert, dass wir einen Tag der Woche die Arbeit beiseitelegen sollen, um uns auszuruhen und Zeit mit Gott zu verbringen. Im Idealfall ist es bei den meisten in unserem Land der Sonntag. Den sollten wir dann auch nutzen, um mit anderen Christen Gott zu loben und sich von ihm durch sein Wort beschenken zu lassen.
Pfingsten: Heiliger Geist und Evangelium
Am fünfzigsten Tag nach dem Passafest sollte das Volk Israel wieder zusammenkommen, um für die Weizenernte zu