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Das Leben mit Gott ist bunt

Published 6 months ago
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Der Bibeltext 5. Mose 12,1-12 – ausgelegt von Eberhard Hoppe.

Gottes kompromissloser Anspruch an sein Volk

Der heutige Textabschnitt der Bibellese fordert besonders heraus. Radikal, kompromisslos und eindeutig stellt Gott seine Forderungen an sein Volk Israel. Wenn sie segensreich in ihrem Lande wohnen wollen, dann müssen sie sich rigoros von allen fremdreligiösen Strömungen und Gebräuchen trennen.

Ist das noch eine Botschaft für uns heute? Oder müssen wir das in einen orientalischen Zusammenhang stellen, der eben nur dort gilt? Oder ist dies nur als eine historische Epoche zu bezeichnen, lange vor unserer Zeit, die jetzt glücklicherweise Vergangenheit ist?

In der Tat leben wir heute in einer anderen Welt. Moderne Denkweisen lassen eigentlich solch hartes Abgrenzen nicht mehr zu. Toleranz gegenüber fremden Menschen und fremden Sitten ist heute Reichtum unserer Gesellschaft und unserer bunten Welt. Ja, es erscheint sogar als besonders modern und tolerant, wenn wir in unserem Leben und unseren Wohnungen ein bisschen Christliches zeigen, ein wenig Islam, aber auch eine Brise Buddhismus, und auch Konfuzius hat doch gute Dinge gesagt, und ein indianisches Amulett zeugt von Weltoffenheit.
 

Die Suche nach Halt und Orientierung

Es geht aber im Bibeltext interessanterweise nicht darum, wie wir die Weltoffenheit verbessern können, sondern es geht um den innersten Bereich, um das persönliche Leben, um Ihren und meinen Lebensstil. Die letzte Frage in meinem Leben ist doch: Was gibt mir Halt? Was ist mein Ziel? Was ist der Sinn meines Lebens? Und da ist es wenig hilfreich, wenn ich mir von allem etwas herauspicke, und mich letztlich frage: „Was werden wohl die Nachbarn denken?“ Oder mein Fähnlein nach dem Wind ausrichte.

Persönliche Fragen brauchen persönliche und klare Antworten.

Gott als der Schöpfer und Erhalter des Lebens, als der Herr über Israel, möchte, dass sein Volk in Frieden und im Segen Gottes lebt, und nicht ständig in Unruhe danach sucht, ob es auch von allem etwas berücksichtigt hat oder ob noch etwas fehlt.

So startet Mose hier in Vers 1 mit einer Rede Gottes, die deutlich das Ziel benennt: „Gebote und Rechte Gottes sollt ihr halten und danach tun in dem Land, das Gott euch gibt und wo ihr euer Leben lang wohnen sollt." Es geht also um gottgewollte Lebensregeln, um Verhaltensregeln, die Segen und Sicherheit bringen.

Wie kommt man aber dahin? Mose zeigt unverhüllt Gottes Anweisung: Zerstört alles Fremde, das euch von anderen Ideen, Religionen oder Philosophien gefangen nimmt und euch an Gottes Liebe zum Nächsten hindert. Heute sind dies weniger fremde Götter, aber eher Sätze oder heimliche Leitlinien, wie: „Das gehört sich doch nicht!" – „Das tut doch keiner!" – „Wenn das alle tun, wird das schon richtig sein!" – Oder wie es im Hessischen so sc

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