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Back to EpisodesPrüfung, Läuterung und Neubeginn
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Die Zahl 40 – Prüfung und Neuanfang
Unser heutiger Bibeltext beginnt mit einer Zahl, der Zahl 40. Die Zahl 40 steht für „Prüfung, Läuterung und Neubeginn". Biblische Beispiele mit der Zahl 40 sind zum Beispiel die 40 Tage Regen während der Sintflut oder die 40 Jahre Wanderung der Israeliten durch die Wüste zur Vorbereitung auf das Gelobte Land. Nach der Zahl 40 geht es im 5. Buch Mose um den Berg. Der Berg dient Mose als Rückzugsort, um allein und in Ruhe mit Gott zu sprechen. Vielleicht erschreckt der Vers 10 ein wenig, denn dort heißt es, dass Gott erneut davon abließ, Israel zu vernichten. Das klingt gerade so, als wäre Israel wieder einmal knapp der Strafe bzw. sogar dem Tod entronnen. Und dem ist genau so. Heute würde mancher vielleicht sagen: Israel hat wieder einmal Glück gehabt. Es ist dem Zorn Gottes entronnen.
In Vers 11 bestätigt Gott noch einmal die Leiterrolle des Mose, indem er Mose befiehlt, das Volk Israel weiterzuführen. Sie sollen nicht aufgeben, sondern weitergehen. Dieser Satz kommt mir unglaublich bekannt vor. Wie oft stand ich vor Prüfungen, vor Krankheiten und Todesnachrichten, vor Verzweiflung und Wut und wollte am liebsten alles hinwerfen und aufgeben. Ich fühlte mich vom Leben überfordert, Gott nicht. Er sagte: Kind, geh weiter. Und Vers 11 geht noch weiter. Gott erneuert sein Versprechen, das er Israel gegeben hat. Sie werden das Land, das er ihnen versprochen, ja sogar mit einem Eid darauf geschworen hat, einnehmen. Auch später sagt Gott zu Josua, Moses Nachfolger, dass Israel das Land, auf das es tritt, einnehmen wird.
Was Gott von seinem Volk verlangt
Und nun in Vers 12 lässt Jahwe Israel über Mose die alles entscheidende Frage ausrichten: Was verlangt dein Gott von dir, Israel? Hier geht es um eine Beziehungsfrage. Ja, um ein Versprechen. Um einen Bund. Gott, Jahwe – ich bin, der ich bin – verspricht Israel das Land und er verlangt von Israel auch etwas, nämlich, dass sie Gott achten, also Respekt vor ihm haben, dass sie nach seinem Willen leben, dass sie ihn lieben und dass sie ihm dienen. Klingt eigentlich gar nicht so schwer, oder doch? Vielleicht ist es manchmal nicht so leicht, Gott zu respektieren, ihn zu achten. Da sind so viele Dinge und Menschen, die einen ablenken wollen. Schau hier hin, schau dort hin…! Und manches Mal passiert es dann, dass Menschen andere Menschen oder Dinge auf ihren Lebensthron setzen und Gott, den Allmächtigen, aus ihrem Leben verdrängen. Gott zu lieben, ist auch nicht immer leicht. Denn wir sollen ja auch unsere Feinde lieben, oder den Bruder und die Schwester, die vielleicht nicht immer so liebenswert erscheinen. Nach Gottes Willen leben, bedeutet zum einen, seine Gebote halten, d. h. im Sinne der Zehn Gebote: du sollst nicht ehebrechen, du sollst nicht stehlen, morden, neidisch sein etc. Zum anderen bedeutet es auch, den Willen Gottes für sein eigenes Leben zu erkennen. Welche Gaben hat Gott mir gegeben? Wie kann ich mit diesen Gaben anderen Menschen dienen? Und dienen heißt nicht herrschen. Dienen heißt nicht, mit seiner Leitungsposition anzugeben oder gar, alles besser zu wissen. Dienen heißt demütig sein, auch einmal von anderen lernen, dazulernen. Diese Seite des Dienens ist dem menschlichen Ego oft unangenehm. Gott möchte von ganzem Herzen, also freiwillig geliebt werden, und er möchte, dass der Mensch ihm mit seiner ganzen Kraft, mit seinem ganzen Leben dient. Das scheint mir eine große Aufgabe, eine Lebensaufgabe zu sein.
Der Mensch soll den guten Geboten und Vorschriften Gottes gehorchen. Das bedeutet für mich, dass Gottes Gebote gut sind. Sie wollen uns nicht beschränken und einengen, oder gar die Lust am Leben verderben. Im Gegenteil, die Gebote Gottes setzen Grenzen, um vor Gefahren zu schützen und sich frei entfalten zu können. Gefahren heute könnten sein: Burnout – Mediziner nennen es Erschöpfungsdepression – ein Mensch hat zu vie