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Blackout und Krisen: sind wirklich vorbereitet?

Blackout und Krisen: sind wirklich vorbereitet?

Episode 75 Published 8 months, 1 week ago
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Mit Notfallmediziner Dr. Roland Huf

n dieser Episode ist ein echter Pionier zu Gast: Dr. med. Roland Huf, langjähriger Facharzt für Chirurgie sowie Intensiv- und Notfallmedizin – und einer der Wegbereiter der Intensiv-Patienten-Luftrettung.

Mit Béla Anda spricht er darüber, wie aus der Idee „Hubschrauberrettung“ ein Konzept wurde, das Intensivmedizin auf höchstem Niveau auch in der Luft möglich macht – inklusive Technik, Teamwork und den Widerständen, die es anfangs zu überwinden galt. Außerdem geht es um den „klassischen“ Rettungsflug, Nachtflugbetrieb und um ein Thema, das uns alle betrifft: Katastrophenvorsorge – was man wirklich braucht, um bei Blackout & Co. handlungsfähig zu bleiben, und welche gefährlichen Fehler man vermeiden sollte.

Themen der Folge: Vom Physikstudium zur Medizin: Wie Dr. Roland Huf „kurios“ zur Medizin kam – und warum er es nie bereut hat.

Einstieg in die Notfallmedizin: Von der chirurgischen Ausbildung über Polytrauma-Forschung bis zum Notarztdienst im Raum München (u. a. Germering/Gröbenzell).

Aufbau eines Notarztstandorts: Die Entstehung des 9. Münchner Notarztstandorts am Klinikum Großhadern – und warum dieser bis heute stark ausgelastet ist.

Die Idee „Hubschrauber am Klinikum“: Wie fliegerische Erfahrung und medizinischer Bedarf zusammenkamen – und was es bedeutet, einen neuen Standort gegen anfängliche Skepsis aufzubauen.

Historischer Bezug zur Björn Steiger Stiftung: Die frühe Rolle der Stiftung in der Luftrettung und die Verbindung zur späteren DRF Luftrettung.

Warum Intensivtransport aus der Luft nötig wurde: Viele Patient:innen kamen als Sekundärtransporte in ein Maximalversorger-Klinikum – und der Transport selbst war oft der kritische Punkt.

Technik, die den Unterschied macht:

Warum einfache Rettungshubschrauber-Ausrüstung für Intensivpatient:innen nicht ausreichte

Wie Lösungen aus dem intraklinischen Transport (z. B. CT-Fahrten) in den Hubschrauber „übersetzt“ wurden

Herausforderungen wie Stromversorgung, Druckluft/Sauerstoff und schwere, damals noch nicht transportoptimierte Beatmungsgeräte

Gegenwind & skurrile Hürden: Widerstände von außen, behördliche Fragen – bis hin zu Funkproblemen (Stichwort: abgeschraubter Antennenstecker).

Beweisen statt behaupten: Wie wissenschaftliche Datenerfassung half, den Nutzen und die Sicherheit des intensivmedizinischen Lufttransports zu belegen – und wie daraus weitere Standorte entstanden (z. B. Nürnberg, Regensburg).

So läuft ein typischer Rettungsflug ab: Teamrollen, Checklisten, Abläufe – und warum ein Start in 2–3 Minuten nur durch perfektes Zusammenspiel möglich ist.

Nachtflug: geht das wirklich? Ja – mit zusätzlicher Crew, standardisierten Verfahren, Nachtsichtbrillen und leistungsstarken Such-/Landescheinwerfern.

Wann der Hubschrauber bleibt – und wann nicht: Warum der Luftweg nicht immer der schnellste ist und wann bodengebundener Transport sinnvoller ist.

Katastrophenmedizin & Vorsorge: Was jede:r für mindestens 3 Tage (besser mehr) vorbereiten sollte – Wasser, Nahrung, Wärme, pragmatische Lösungen.

Gefährliche Fehler vermeiden: Warum Grill oder Aggregat in Innenräumen lebensgefährlich sind (CO-Risiko) – und warum „Werte sichern“ in Krisen oft der falsche Reflex ist.

Konkrete Anlaufstellen: Warn-Apps (z. B. NORA, Katwarn) und das BBK (Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe) mit Checklisten zur Katastrophenvorsorge.

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