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Geschenktes Land

Published 4 months, 3 weeks ago
Description
Der Bibeltext 5. Mose 9,1-6 – ausgelegt von Stefano Fehr.

Gottes Gnade als Grundlage des Sieges

Der Text aus 5. Mose, Kapitel 9 steht im Rahmen der Abschiedsreden von Mose an Israel. Er spricht nach vierzig Jahren Wüste, nach Versagen, Umwegen und Geduld kurz vor dem Einzug in das verheißene Land. Mose erinnert das Volk an Gottes Handeln in der Vergangenheit und warnt es eindringlich vor geistlichem Hochmut. Jetzt, wo Israel kurz vor dem Einzug ins verheißene Land steht, wird klar: Vor ihnen stehen mächtige Völker, befestigte Städte und scheinbar unüberwindbare Gegner. Mose beschreibt die Gegner als „hochgewachsene Männer, mit denen keiner es aufnehmen kann." In dieser entscheidenden Situation spricht Mose nicht über Mut oder Strategie – sondern über Gnade.

Mose betont bewusst die Unmöglichkeit der Aufgabe aus menschlicher Sicht. Die Anakiter scheinen ein unüberwindbarer und furchteinflößender Gegner zu sein. Damit wird sofort klar, Israel kann den Sieg niemals aus eigener Kraft schaffen. Mose sagt seinem Volk Israel zu: „Ihr werdet erleben, dass Gott vor euch herzieht wie ein verzehrendes Feuer. Er wird sie vor euch in die Knie zwingen." Hier erkenne ich Gottes Heiligkeit und Macht. Gott ist nicht nur ein Helfer, nein Gott ist es, der alles tut, er wird den Sieg erringen, nicht die Israeliten.

Nicht eigene Frömmigkeit, sondern Gottes Treue

Mose sieht die Gefahr, dass die Israeliten nach einem Sieg diesen schnell als ihre eigene Leistung verbuchen. Mose sagt: „Wenn der Herr sie vor euch vertreibt, dann denkt nicht: ›Wir können dieses Land in Besitz nehmen, weil wir so leben, wie es dem Herrn gefällt…‹ Nicht, weil ihr so rechtschaffen und aufrichtig seid, kommt ihr hinein… Der Herr, euer Gott, gibt euch dieses Land nicht, weil ihr so lebt, wie es ihm gefällt. Denn ihr seid ein eigensinniges Volk." Mose ist es wichtig, klarzustellen, dass die Israeliten das Land nicht wegen ihrer eigenen Frömmigkeit oder guten Taten, sondern wegen Gottes Treue zu seinem ewigen Bund einnehmen werden. Gott liebt sein Volk Israel und alles, was Er für sein Volk tut, tut er aus Liebe und Gnade. Gott ist ein gnädiger und liebender Gott.

Das ist auch heute noch der Fall. Durch Jesu Kommen auf diese Erde, durch Sein Sterben für unsere Sünde und Seine Auferstehung will Gott uns ewiges Leben schenken. Und auch hier wird klar: Ewiges Leben erhalte ich nur aufgrund dessen, was Jesus für mich getan hat und nicht aufgrund dessen, was ich tue. Wie Mose es bei Israel vorhergesehen hat, dass sie einen Sieg als eigene Leistung verbuchen, so stehe auch ich heute in der Gefahr zu meinen, dass ich etwas zu meiner Rettung beitragen könnte. Dass ich ein Kind Gottes sein und später einmal bei Ihm sein darf, hat nur damit zu tun, dass Gott mich liebt und er mir gnädig ist. Dieses Wissen bewahrt mich vor Stolz und soll mich zur Dankbarkeit Gott gegenüber führen.

Befreiende Erfahrung: Das Zeugnis aus Aserbaidschan

Ich arbeite bei der Ev. Karmelmission. Wir berichten Muslimen davon, dass Jesus Christus uns ewiges Leben anbietet und das nur aufgrund Seiner Gnade. Ich erlebe es immer wieder, wie befreiend es für Menschen ist, wenn sie verstehen, dass sie gar nichts dazu beitragen können, ewiges Leben zu erhalten, sondern dass Jesus alles für sie getan hat.

Einer unserer Mitarbeiter in Aserbaidschan ist selbst ehemaliger Muslim. Er stammt aus dem Volk der Lesgier, die dafür bekannt sind, eine radikale Form des Islam zu verfolgen. Dieser Mitarbeiter berichtete mir von einer Begebenheit, die er erst vor einigen Wochen erlebt hatte. Er berichtete: „Letzte Woche rief mich ein Freund spät nachts an, um mich zu warnen. ‚Ich habe gehört, dass ein als gefährlich bekannter Mann vor deiner Haustür steht', sagte der Freund zu mir und weiter meinte er: ‚An deiner Stelle würde ich die Polizei anrufen.'

Ich schaute auf die Straße. Tatsächlich war da jemand. I

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