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Unsere Lebensgrundlagen: Tödlich bedroht von Gott - gnädig bewahrt von Gott

Published 3 months, 3 weeks ago
Description

Wir alle sind reich beschenkt von Gott. Wir nehmen das geradezu selbstverständlich. Und wir fühlen uns auch gern bestätigt durch Bibelworte wie das für heute aus dem Buch Joel, das da lautet: Der HERR sprach zu seinem Volk: Siehe, ich will euch Getreide, Wein und Öl die Fülle schicken, dass ihr genug daran haben sollt.“

Das Verständnis dieses Bibelwortes ändert sich allerdings schockierend, wenn wir es im Zusammenhang lesen. Der Prophet Joel zeichnet ein Schreckensszenario: Zwei für ihn damals aktuelle Naturkatastrophen: Dürre und Heuschreckenschwärme. Schreie der Not. Und schlimmer noch. Hinter Dürre und Heuschrecken droht der Tag des Herrn, der Tag Jahwes. Ein grausames, tödliches Verderben bringendes Heer wird aus dem Norden über Israel hereinbrechen und alles verschlingen. Und wer führt diese Macht an? Gott! Zitat Joel: „Der HERR wird seinen Donner vor seinem Heer erschallen lassen. Denn sein Heer ist sehr groß und mächtig“. Dürre und Heuschrecken können sich jederzeit zur Weltkatastrophe steigern. Gott selbst bedroht sein Volk und die ganze Welt mit dem Untergang. Es verschlägt einem die Sprache.

Ein überholtes, zeitbedingtes Gottesbild? Ein seelenkranker Prediger? Spätestens die letzten Monate und Wochen unserer heutigen Welt lehren manchen das Grauen. Die Auflösung selbstverständlicher Sicherheiten und menschlicher Ordnungen findet statt. Könnte Gott seine schützende Hand zurückziehen? Der Tag des Gerichtes Gottes ist denkmöglich. Nicht: „Kriege und Katastophen und Lebensbedrohungen hat es schon immer gegeben“. Sondern: Zum ersten Mal sind weltweit alle gleichermaßen davon betroffen. Das ganze Neue Testament ist auf den Anbruch der neuen Welt Gottes ausgerichtet. Durch den Zerbruch unserer gewohnten, selbstverständlichen Lebensgrundlagen hindurch. 

Heute warnt uns der Prophet Joel und rüttelt uns wach. Und Jesus lehrt uns im Vaterunser zu beten: Dein Reich komme.

Was hat Joel angesichts von tödlichen Heuschrecken und Dürre und dem drohenden, weltvernichtenden Tag des Gerichtes Gottes getan? Er hat seine Zeitgenossen mit höchster Dringlichkeit zur Herzensumkehr zu Gott aufgerufen: „Zerreißt nicht eure Kleider, zerreißt eure Herzen!“ Joel hat auf einen alle und alles allumfassenden Fastentag des Schreiens zu Gott gedrängt. Denn darauf hat er gebaut, und das hat er dann gepredigt, Zitat: „Doch auch jetzt noch, spricht der Herr, bekehrt euch zu mir von ganzem Herzen, mit Fasten, Weinen, mit Klagen. Denn er ist gnädig, barmherzig, geduldig und von großer Güte.“ Und dann verkündet Joel etwas Atemberaubendes: „Und es gereut ihn bald die Strafe.“ Gott zerbricht alle menschlichen Sicherheiten, und der Weltumbruch steht bevor. Und doch könnte Gott diese tödliche Bedrohung, diesen Plan zurücknehmen. Es könnte Gott reuen. Der völlig absolut handelnde Gott könnte etwas bereuen! Unbegreiflich!

Ebenso unbegreiflich: Joel hat diese Umkehr der Herzen zu Gott, diesen Fastenschrei des Volkes um Gnade zu seiner Zeit erlebt. Wie wird das Bibelwort für den heutigen Tag im Joelbuch eingeleitet: “Und Gott eiferte für sein Volk und verschonte sein Volk und sprach:

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