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Warnung vor Gemeinschaft mit den Heiden

Published 4 months, 3 weeks ago
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Der Bibeltext 5. Mose 7,1-11 – ausgelegt von Michael Fischer.

Gottes Gericht und die Zukunft der Generationen

Die entscheidende Frage am Anfang lautet: Um was geht es hier wirklich? Tatsächlich verhält sich die Sache anders, als sie im ersten Moment aussieht. Denn es geht nicht in erster Linie um die Vernichtung von Menschen. Es geht auch nicht um Völkermord.

Das eigentliche Thema sind die zukünftigen Generationen. Werden sie Gott erkennen? Werden sie ihn lieben? Und werden sie in dem Land, das er ihnen schenkt, nach seinem Willen leben? Die Hypothek dieses Abschnittes für uns besteht darin, dass Gott von den Israeliten erwartet, dass sie sein Gericht über die genannten Bevölkerungsgruppen vollziehen. Das wirft für viele westliche Menschen im 21. Jahrhundert große Fragen auf. Kann das ein liebender Gott sein?

Deshalb erstmal ein paar Gegenfragen: Wie soll sich Gott verhalten, wenn Menschen dauerhaft durch und durch böse geworden sind? Was soll er machen, wenn sie von ihrem bösen Tun nicht ablassen? Wie soll er mit Menschen verfahren, wenn die Bosheit im Lauf der Zeit ihre Lebensart so durch und durch vergiftet hat, dass es kein Zurück mehr gibt? Das war bei den genannten Gruppen in dieser Zeit der Fall. Nur mal, um das zu veranschaulichen: Was wäre gewesen, wenn die Schreckensherrschaft des Nationalsozialismus wirklich 1000 Jahre gedauert hätte?

Bleibt Gott am Ende dann nicht die einzige Möglichkeit, der Ungerechtigkeit durch sein Gericht ein Ende zu setzen? Das sind keine einfachen Fragen und es gibt keine einfachen Antworten. Aber Gott ist gerecht und fair. Davon bin ich überzeugt. Und er ist auf der Seite der Opfer. Denn wo die Ungerechtigkeit Siege feiert, gibt es auch Menschen, die unter der Ungerechtigkeit leiden. Ganz sicher ist auch: Gott wird das Böse nicht triumphieren lassen. Er begrenzt das Böse. Dazu ist manchmal Gericht nötig. Erinnern Sie sich noch an das Glaubensbekenntnis? Im zweiten Artikel? Die Aussage über Jesus? „...von dort wird er kommen, zu richten die Lebenden und die Toten." Vielleicht wäre es an der Zeit, sich behutsam an ein verdrängtes Thema anzunähern, nämlich das Thema, dass Jesus auch der Richter dieser Welt ist.
 

Das erste Gebot und die Bedeutung des Glaubens

Aber hier, in unserem Abschnitt, geht es ja auch nicht um Gericht um des Gerichtes willen. Eine viel wichtigere Frage steht im Raum. Wie sollen die Israeliten und vor allem ihre Nachkommen zukünftig in dem Land leben, das ihnen Gott schenken wird? An wen werden sie glauben? Was werden sie leben? Wie können sie denn leben?

Darüber hält ihnen Mose einen Vortrag. Es ist nicht auf den ersten Blick gleich zu erkennen. Aber Mose legt den Israeliten die 10 Gebote aus. Damit beginnt er in Kapitel 6. Die Auslegung endet in Kapitel 26,19. Den größten Raum nimmt dabei die Auslegung des ersten Gebotes ein. „Du sollst keine anderen Götter neben mir haben." Diese Auslegung umschließt die Kapitel 6-11.

Die Bibel, sowohl im Alten als auch im Neuen Testament, geht davon aus, dass das ganze Leben davon abhängt, welchem Gott ein Mensch dient. Von dem, was ein Mensch in seinem Innersten verehrt, gestaltet sich sein Leben. Daraus leitet er seine Lebensziele ab. Sein Glaube bestimmt die Art und Weise, wie er mit den Herausforderungen umgeht, die das Leben mit sich bringt. Deshalb liegt die große Bedrohung des Glaubens und des Lebens im Götzendienst. Also in dem, was Menschen an die Stelle des lebendigen Gottes setzen. Götter und Götzen scheinen für uns weit weg und überholt zu sein. Aber ist Ihnen schon mal aufgefallen, wie anfällig Menschen dafür sind, ihr Leben höheren Zielen oder einer größeren Sache unterzuordnen?

Nun hat Gott die Israeliten aus der Sklaverei der Ägypter erlöst, damit sie in Kanaan erlöst leben. Ihre Lebensweise sollte nicht mehr von den ägyptischen Göttern geprägt sein. Sie sollten frei sein, um dem lebendig

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