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Back to EpisodesEhre, wem Ehre gebührt
Description
Die Notwendigkeit von Gesetzen und Geboten
Wozu braucht eine Zivilisation Gesetze und Gebote, habe ich mich gefragt. Es reicht doch aus, wenn jeder seinem Nächsten freundlich zugewandt ist und seine Bedürfnisse respektiert. Dass dies schon zu Zeiten Moses und dem jüdischen Volk nicht immer umzusetzen war, wird uns eindringlich in der Bibel an zwei Stellen geschildert. Es war eben nicht jeder zu seinem Nachbarn freundlich und respektierte ihn. Auch heute fällt uns das zunehmend schwer. Wir sehen es an den zahlreichen Gesetzen und Verordnungen. Im Straßenverkehr geht nichts ohne gewisse Regeln.
Dies war offensichtlich beim jüdischen Volk auch der Fall. Sie waren aus der Sklaverei in Ägypten in die Freiheit geführt worden. Eigentlich sollten sie Gott dafür dankbar sein. So veranlasste Gott Mose, zu ihm auf den Berg Sinai zu kommen und sich seine göttlichen Gebote geben zu lassen. Mose überbrachte dem Volk die göttliche Botschaft. Als er zurückkam, hatte sich das Volk von Gott abgewandt und sich einen Götzen gemacht. Gott und Mose waren darüber so zornig, dass er die Gesetzestafeln zerbrach, die er von Gott bekommen hatte. Abermals stieg er auf den Berg Sinai und bekam neue Gesetzestafeln.
Die Gebote im Verhältnis zu Gott
Die Hierarchie in den Geboten ist klar gegliedert. Zuerst geht es um das Zusammenleben und das Verhältnis zu Gott. Er ist der Alleinige und steht über allem. Es folgt die Ehrerbietung vor Gott. Da es nur ihn gibt, duldet er keine Konkurrenz durch Götzen. Ferner soll man sich von ihm kein Bildnis machen. Götzen aus Ton oder Stein sind ihm ein Gräuel. Es war und ist schwierig, sich jemanden nur vorzustellen. Dabei kommen oft Missverständnisse zustande. Jeder Mensch hat seine eigene Vorstellung von Gott, sofern er überhaupt an ihn glaubt. Manche Menschen glauben auch, ohne einen Gott gut auszukommen. Dies ist zu kurz gedacht!
Gott sieht das anders. Er fordert die Ehre, die ihm gebührt. Neben seiner Ehre fordert er auch die Ehre seines Namens. Wir sollen in seinem Namen weder schwören noch fluchen. Das ist manchmal leichter gesagt als getan. In einer schwierigen Situation platzt es aus mir einfach so heraus. Den Frust muss ich loswerden und da fällt schon mal ein ungeliebtes Wort. Gott will Sie und mich davor behüten. Sollte es dennoch geschehen, möchte er, dass wir ihn um Verzeihung bitten.
Es folgt die Aufforderung, den Sabbat – als Christen sagen wir Sonntag dazu – zu heiligen. Das bedeutet, dass wir wie Gott nach seinen sechs anstrengenden Arbeitstagen eine Pause einlegen und zur Ruhe kommen. Schön ist es, im Gottesdienst ihn für seine Schöpfung zu danken, ihn anzubeten und zu loben. So können wir Kraft für weitere Arbeiten tanken. Das sollen auch alle diejenigen, die uns bei unserer Arbeit helfen, Sohn und Tochter, andere Menschen, die uns unterstützen.
Die Gebote im Verhältnis zu den Mitmenschen
Neben dem Lob und Dank an ihn, unseren Gott, sollen wir unsere Eltern