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Bilder sind gefragt, aber nicht von Gott

Published 6 months, 2 weeks ago
Description
Der Bibeltext 5. Mose 4,15-24 – ausgelegt von Tristan Schuh.

Die Faszination des Bildes

Ich male gerne. Meine Kinder malen gerne. Meine Schüler malen gerne, zumindest meistens. Ja, mancher macht es sogar beruflich, das Malen! Ob als Künstler oder Grafiker, Maler oder Gestalter: Es wird viel gemalt in unserer Welt. Und wenn ich noch die vielen Fotos bedenke, die jeden Tag, jede Minute geschossen werden! Wie viele schöne Bilder sind schon entstanden und entstehen immer noch. Die Wohnzimmerwand unserer Wohnung und natürlich die Kunstgalerien sprechen Bände davon, wie Menschen Bilder machen von Dingen und Personen, die sie sehen und beeindrucken, die imponieren oder zum Nachdenken anregen – oder die einfach wichtig sind.
 

Das Bilderverbot im Alten Testament

Der Bibeltext, um den es heute geht, schärft dem Volk Israel ein, dass sie sich kein Bild von Gott machen sollen. Ja, sie dürfen sich kein Bild machen von Gott!

Ein Bild – jedes Bild, das wir Menschen uns von Gott machen können, greift schließlich zu kurz! Mose soll dem Volk ausrichten: Israel darf sich kein Bild von Gott machen. Er erinnert sie: „Damals, am Berg Horeb, habt ihr da Gott gesehen? Nein, ihr habt seine Stimme donnern gehört, aber ihn nicht gesehen! Ihr habt Gottes Worte – das, was er zu euch gesprochen hat, was er euch ausrichten ließ. Und ihr habt, was er getan hat: Gottes gutes heilvolles Handeln. Ihr habt Gott erlebt. Erinnert euch daran, wie er euch aus Ägypten aus der Sklaverei geführt hat. Erinnert euch an die mächtigen Taten, erinnert euch an das Wunder vom Schilfmeer, an Wolken- und Feuersäule. Erinnert euch an seine Worte und sein Tun!

Macht euch kein Bild, das doch zu klein bleibt, sondern streckt euch aus nach dem Gott, der sich euch zeigt und der geredet hat, und betet ihn alleine an!"

Beim Bild besteht die Gefahr, dass wir in unserer Vorstellung von Gott stecken bleiben und zu klein von Gott denken. Gott zeigt in seinen Worten und seinem Tun Facetten von sich. Er stellt sich Israel vor als der Schöpfer der Welt, als guter Hirte, als der Retter aus Ägypten, als Versorger in Hungersnot, als der, der hört und sieht, als Burg und Fels, als Vater und Mutter – und noch vieles mehr. Das sollen wir uns bewusst machen, damit wir vor unserem inneren Auge sehen, ahnen, begreifen, wie er ist und was ihm wichtig ist, sodass wir ihm vertrauen und auf sein Wort hören.
 

Jesus – Gottes Bild für uns

Im Neuen Testament geht Gott noch weiter. Johannes schreibt, dass Gott uns das Wort Gottes schlechthin gibt, dass er uns das Bild von sich gibt. Und dieses Bild ist SEIN Wort – nämlich Jesus. Jesus sagte: Wer mich sieht, der sieht den Vater. Deshalb geht es um Jesus in den Evangelien, um Jesu Wirken in der Apostelgeschichte. Auch in den Briefen malt Paulus den Gemeinden Jesus vor Augen: als den Gekreuzigten und Auferstandenen. In der Kirche durch die Zeiten und auch bei uns muss es um Jesus gehen. Jesus ist das Zentrum! Das Handeln Gottes bei Mose und im AT

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