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Brutaler Mord in Ulm jährt sich: Gedenktafel für Rafael Blumenstock zerfällt
Published 4 years, 10 months ago
Description
Ein brutales Verbrechen jährt sich: In der Nacht zum 4. November 1990 wurde der damals 28-jährige Rafael Blumenstock auf dem Ulmer Münsterplatz bestialisch ermordet. Der Fall ist auch nach 31 Jahren nicht geklärt.
Das Verbrechen schockierte Ulm - und schockiert noch immer. Denn der oder die Täter sind mit äußerster Brutalität vorgegangen. Die Leiche des damals 28-Jährigen war entsetzlich zugerichtet.
Gedenktafel zerfällt
Eine Gedenktafel auf dem Ulmer Münsterplatz erinnert an den jungen Musikstudenten. Leider zerfällt diese zusehends. In einem offenen Brief an die Stadt haben schon letztes Jahr mehrere Gruppen ein neues Mahnmal gefordert. Bisher ohne Reaktion. Wir haben dazu bei der Stadt Ulm nochmals nachgefragt. Eine Antwort dazu steht noch aus.
Mord ist bis heute nicht aufgeklärt
Blumenstocks Leiche wurde vor 31 Jahren verstümmelt zwischen Blumenkübeln und einem geparkten Auto auf dem Ulmer Münsterplatz gefunden. Es brauchte einen Tag um das Opfer zu identifizieren. Da Blumenstock homosexuell war, wird die Tat der Schwulenszene oder der rechten Szene zugeordnet. Der brutale Mord ist bis heute nicht aufgeklärt. Die Polizei gibt die Suche nach den Tätern aber nicht auf.
Mediales Projekt zum Gedenken
Um Rafael Blumenstock zu gedenken und auf ihn aufmerksam zu machen wird die Ulmer Gruppe Kollektiv.26 in den nächsten Tagen mit einem medialen Projekt (z.B. auf Instagram) historische Bilder, Aussagen von Familien, Freund/-innen und Zeitzeug/-innen und den aktuellen Zustand der Bodenplatte zeigen.
Außerdem ruft die Gruppe dazu auf am 4. November 2021 auch vor Ort auf dem Ulmer Münsterplatz dem Ermordeten zu gedenken. Jährlich finden sich zum Todestag abends um 20 Uhr mehrere Menschen an der Gedenktafel ein.