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Description
Gottes Verheißung und der Aufbruch vom Horeb
Dort am Horeb sind sie lange gewesen. Hier heißt es: „Da brachen wir auf vom Horeb. Das Gebirge der Amoriter ist die Grenze, von da ab will der Herr das Land Israel geben. Da sagte Mose zum Volk Israel Gottes Wort: ‚Siehe, der Herr, dein Gott, hat dir das Land gegeben. Zieh hinauf und nimm's ein, wie der Herr, der Gott deiner Väter dir zugesagt hat.‘"
Das war das entscheidende Wort des Mose. Es ging zurück bis auf Abraham, Isaak und Jakob. Gott hatte versprochen, ihnen das Land zu geben. Jetzt ist der Augenblick gekommen, auf den viele Generationen gewartet haben. Das, was den Vorfahren einst nur ein Verheißungswort gewesen ist, soll jetzt zur Tatsache werden. „Siehe, der Herr, dein Gott, hat dir das Land gegeben." Aber – dafür müssen sie jetzt Schritte tun: „zieh hinauf und nimm es ein." Hinaufziehen und es einnehmen – das heißt: „Jetzt ist es unser Land! Wir wohnen jetzt hier und heute werden wir hier einziehen."
Die Kundschafter und das fruchtbare Land
Das war aber nur die eine Seite des Einzugs in Israel. Schon Gott selbst hatte ihnen gesagt, dass zwölf Männer vorausgehen sollten, um das Land zu erkunden. Auch der Weg und die Städte, durch die sie kommen würden, sollten dabei genannt werden. Mose war voll davon überzeugt. Er hat dieses Anliegen unterstützt. So wird von jedem Stamm ein Mann ausgewählt, der zu diesem Vorauskommando gehören sollte. Zwei Männer sind dabei von besonderer Bedeutung: Kaleb und Josua. Die beiden haben gegen ihre zehn Kollegen gestimmt und den Einzug ins Heilige Land Israel unterstützt. Sie haben trotzdem an den lebendigen Gott geglaubt. Ihr Glaube war ungeteilt und echt.
Dann gingen sie weg und zogen hinauf auf das Gebirge und kamen an den Traubenbach, und sie nahmen von den Früchten des Landes und erkundeten das ganze Land. In meinem alten Schulbuch „Schild des Glaubens" gibt es ein Bild, auf dem zwei Männer eine Rebe tragen. Die ist so groß, dass sie an einer Stange hängt, und die beiden Männer tragen die Stange auf ihren Schultern. Es ist ein Sinnbild für die großen Reben, die in der Gegend dort wuchsen. Diese Rebe brachten sie herab zu dem Volk und zeigten damit, wie fruchtbar das Land ist. „Gott hat uns dies Land gegeben." Das war doch eigentlich eine großartige Einladung, es nun einzunehmen. Kaleb und Josua sind voll überzeugt: der Einzug ins gelobte Land ist Gottes Auftrag und Geschenk! Es ist ein schönes Land, das der Herr uns geben will.
Murren und Ungehorsam – Die Angst siegt über den Glauben
Nun steht da jedoch ein aber. „Aber ihr wolltet nicht hinaufziehen." Das ist praktischer Ungehorsam gegenüber dem Wort Gottes. „Ihr murrtet in euren Zelten." Wenn sie schon wieder in ihren Zelten waren, dann waren sie ja schon zurückgekehrt von dem Kundschafterausflug. Da haben sie ja schon Zeit gehabt, über die Reise mit ihren Familien zu reden. Und da, im Familienkreis, da kommt der Ärger zum Zug. Ganz verrückte Gedanken kommen da zum Vorschein. „Ihr murrtet" - das heißt ja, sie haben ihrem Ärger vollen Raum gegeben. Es war der Ärger über Gottes Führung. Sie haben Gott unterstellt, er hasse sie. Gott hätte sie aus Ägypten herausgeführt, um sie den Amoritern in die Hände zu geben. Vertilgen wolle Gott sie.
Sie haben den Durchzug durch das Rote Meer vergessen, sie haben vergessen, dass Gott sie täglich versorgt hat mit Manna. Sie fragen si