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Beetformen ganz anders

Beetformen ganz anders

Episode 122 Published 1 week ago
Description
Gemüsebeete können auch ganz anders aussehen - probiert euch aus!

Spezielle Beetformen – mehr als nur Hochbeet!

Mehr Infos zum naturgemäßen Gärtnern gibt es unter www.neudorff.de

Und eine direkte Nachricht könnt Ihr gern senden an s.klingelhoefer@neudorff.de

Muss ein Beet immer rechteckig und flach sein – oder kann man da auch kreativer werden?

  • Unbedingt kreativ! Gibt Beetformen, die richtig clever sind.
  • Manche heizen von innen, andere sammeln Wasser, wieder andere düngen sich von allein.

Viele schwärmen vom Hügelbeet. Was genau ist das?

  • Quasi ein „Komposthaufen zum Bepflanzen“.
  • Man schichtet Äste, Laub, Kompost und Erde wie im Hochbeet zu einem länglichen Hügel.
  • Ca. 1,2 bis 1,5 m breit und bis zu 1 m hoch.
  • Im Inneren verrottet das Material
  • Dabei entsteht Wärme und es werden Nährstoffe freigesetzt.

Also ein eingebautes Heizkissen für den Garten?

  • Genau! Im Frühjahr starten die Pflanzen schneller durch.
  • Schräge Seiten nutzen die Sonne besser.
  • Mehr Anbaufläche durch die schrägen Seiten.
  • Rückenschonender ist es auch.
  • Kostet außer Arbeit fast nichts.

Und der Haken?

  • Oben trocknet es schneller aus.
  • Nach 5 bis 6 Jahren sackt der Hügel zusammen. Dann muss man nachfüllen oder neu aufbauen.
  • Wühlmäuse fühlen sich im lockeren Hügel sehr wohl – Wühlmaussperre einbauen.

Welche Pflanzen fühlen sich im Hügelbeet besonders wohl?

  • Am Anfang alles, was viel Nährstoffe braucht; Z. B. Kürbis, Zucchini, Gurken, Sonnenblumen lieben die Wärme und die frischen Nährstoffe.
  • Tipp: Kürbis und Zucchini an den Rand pflanzen.
  • In nicht mehr ganz so frisches Hügelbeet wächst auch alles andere.

Vom Hügel geht’s jetzt in die Tiefe: Was ist ein Trichterbeet?

  • Rundes Beet mit Vertiefung.
  • Wird auch Kraterbeet genannt.
  • Wasser läuft automatisch in die Mitte.
  • So wird’s gebaut: In der Mitte kegelförmig ausheben, aus dem Aushub einen Wall bilden.
  • Norden Wall höher machen wegen Windschutz, Süden Wall niedriger wegen Sonne.
  • Schützt Pflanzen vor Temperatur-Extremen und reduziert Wasserverbrauch.

Also perfekt für trockene Sommer?

  • Ja. Gerade in trockenen oder windigen Regionen sehr praktisch.
  • Mitte ist feucht und warm.
  • Am Wall ist es trockener und windgeschützter
  • Nachteil: Man muss viel Erde ausheben und stabil bauen, sonst rutscht die Erde ab.

Welche Pflanzen fühlen sich im Kraterbeet wohl?

  • Mitte = feucht und windstill, warmer Boden

  • Tomaten, Paprika, Auberginen, Melonen, Gurken, Zucchini, Basilikum.

  • Hänge = trockener, Sonneneinstrahlung je nach Lage unterschiedlich

  • Radieschen, Petersilie, Buschbohnen, Feldsalat, Zwiebeln, Möhren, Salate.

  • Wallzone = trocken mit viel Sonne

  • Bestens für Kräuter wie Salbei, Thymian, Oregano, Lavendel, sowie Wildstauden und insektenfreundliche Pflanzen wie Wegwarten, Natternkopf, Wiesensalbei, Katzenminze, Wilde Möhre, Hornklee, Storchschnabel, Gundermann.

Das hier klingt verrückt: Gemüse in Stroh pflanzen.

  • Ja, das ist die Strohballen-Kultur. Wurde zufällig auf einem Bauernhof in den USA entdeckt.
  • Joel Karsten hat beobachtet, dass kräftiges Unkraut in alten Strohballen besonders gut wächst.
  • Ab den 1990er Jahren damit experimentiert, Pflanzen direkt in vorbereitete Strohballen zu setzen.
  • Prinzi
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