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Back to EpisodesFeel safe. Be brave. Braucht es Mut für psychologische Sicherheit? Karin Lausch (306)
Description
Menschen, die sich sicher fühlen, geraten außer Kontrolle. Diese Vorstellung steckt tief in uns drin.
Der Begriff klingt akademisch konstruiert und erobert als Schlagwort aktuell den Diskurs über Management Anforderungen: Psychologische Sicherheit. Er ist nach dem Dafürhalten einiger prominenter AutorInnen und Unternehmensberaterinnen nicht weniger als der psychologische Unterbau gesunder, mutiger Zusammenarbeit. Ohne sie ist eine gute Fehlerkultur, eine Weiterentwicklung, eine zukunftsfähige Arbeitskultur nicht vorstellbar. Das findet auch Karin Lausch, Leadership- und Vertrauens-Expertin und Bestseller Autorin. Ihr neues Buch "Feel safe. Be brave" schlägt eine Bresche dafür, das Phänomen zu ent-bullshitisieren.
Stille Anpassung Karin Lausch nimmt uns mit in die Tiefe dessen, was in Teams häufig unbewusst wirkt: der stille Druck zur Anpassung, die Angst vor Bewertung, das Schweigen in Meetings. In einer Gesellschaft, in der Störung oft als Mangel und nicht als Einladung zur Entwicklung gesehen wird, fordert Karin dazu auf, den Mut neu zu denken. Nicht als heroische Ausnahme, sondern als soziale Praxis, die nur dort gedeihen kann, wo Vertrauen und Sicherheit herrschen.
Psychologische Sicherheit ist kein Kuschelkurs Sie zeigt auf, warum psychologische Sicherheit kein Feelgood-Zustand ist, sondern ein anspruchsvolles Führungsprinzip. Es geht nicht um Kuschelkultur, sondern um eine radikale Klarheit, wie viel Mut es erfordert, den Status quo zu hinterfragen, Konflikte nicht zu vermeiden und die eigenen Schutzmuster zu verstehen. Die ZuhörerInnen bekommen einen tiefen Einblick in die systemischen und psychologischen Dynamiken, die das Vertrauen in Organisationen fördern oder hemmen und erfahren, warum Führungskräfte oft selbst die unsichersten im Raum sind.
Die 5 V für den Kurs zu mehr psychologischer Sicherht Karin plädiert für eine neue Führungskultur, die nicht auf autoritäre Kontrolle, sondern auf strukturell verankerte psychologische Sicherheit setzt: über klare Vereinbarungen, echtes Zuhören und den Mut, sich selbst zu reflektieren. Sie entwickelt den Kurs der 5 Vs: Vereinbarung, Vertrauen, Verbindung, Verantwortung und Veränderung und erläutert die Prinzipien und Gedanken dahinter.
Worüber wir gesprochen haben:
- Was Mut mit Unsicherheit zu tun hat: Warum psychologische Sicherheit die Grundlage für mutige Entscheidungen bildet.
- Führungskräfte als Unsicherheits-Brennpunkt: Ein ehrlicher Blick auf die Ängste hinter der Führungsrolle.
- People-Pleasing als Überlebensstrategie: Wie früh gelernte Schutzmechanismen unser Verhalten in Teams prägen.
- Psychologische Sicherheit ist kein Dauerzustand: Warum sie immer wieder neu erzeugt werden muss.
- Harmonie als Vermeidung: Warum zu viel Freundlichkeit das Scheitern einer Organisation bedeuten kann.
- PS auf die Straße bringen: Wie aus einem akademischen Konzept ein greifbares Führungsinstrument wird.
Wer an echter Zusammenarbeit interessiert ist, wird aus diesem Gespräch mit Impulsen, Begriffsschärfungen und einem tiefen Verständnis für das Unsichtbare, das unsere Arbeit prägt, rausgehen. Ihr werdet Ohrenzeuge, wie eine kluge, sensible Vordenkerin ein Phänomen, das oft oberflächlich diskutiert wird, bis in feinste Strukturen seziert und dann in seine praktische Anwendung überführt.
Interview: Jule Jankowski
Weiterführende Links zu Karin Lausch:
Zu Karins Website Der Link zum Buch Feel safe.Be brave.
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