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Back to EpisodesEin großes Fest
Description
Das Weinwunder auf der Hochzeit zu Kana
Gerne wäre ich bei dieser Hochzeit dabei gewesen. Ein großes Fest für viele Gäste. Tagelang wurde damals gefeiert, gegessen, getrunken, getanzt, gelacht und geredet. Die Versorgung mit Speisen und Getränken war eine logistische Herausforderung. Genau hier beginnt das Problem: Der Wein reicht vorne und hinten nicht mehr. Maria hat das mitbekommen und möchte eine Blamage für die Gastgeber verhindern. Deshalb wendet sie sich an Jesus. Sie ahnt, dass er helfen kann – schließlich ist er ja nicht nur ihr Sohn. Ohne Umschweife und großes Bitten sagt Maria Jesus das Problem: „Sie haben keinen Wein mehr!" Die Reaktion Jesu klingt auf den ersten Blick hart und abweisend: „Was geht's dich an, Frau, was ich tue? Meine Stunde ist noch nicht gekommen!"
Doch ist das wirklich ein Zurückweisen einer fürsorglichen, mütterlichen Bitte? Ich sehe hier einen großen Rollenwechsel der Maria. Jesus redet sie nicht mehr als Mutter oder Mama an, sondern als „Frau". Sie wird ihn, von nun an, während seines ganzen Wirkens als Zeugin begleiten. Maria, die Frau der ersten Stunde. Maria, aber auch die Frau der letzten Stunde. Als Jesus Maria und seinen Jünger Johannes unterm Kreuz sah, sagt er zu seiner Mutter: „Frau, siehe, das ist dein Sohn!" Maria darf ab jetzt wieder ganz Mutter sein.
Im heutigen Bericht von der großen Hochzeit weist Maria die Bediensteten des Hausherrn an, auf jeden Fall das zu tun, was Jesus ihnen sagt.
Das erste Wunder und seine Bedeutung
Bevor die Gäste an einem Hochzeitsfest teilnehmen dürfen, müssen sie sich reinigen. Dafür stehen sechs Bottiche mit je 100 Liter Wasser bereit. Jesus weist die Dienerschaft an, diese Behälter mit frischem Wasser zu füllen. Aus den vollen Gefäßen soll etwas abgeschöpft und dem Verantwortlichen zum Probieren gebracht werden. Oh Wunder – aus dem Wasser ist köstlicher Wein geworden. Das Fest kann weitergehen!
Dies ist das erste Wunder, das Jesus getan hat. Er kam zwar nur als geladener Gast, hat aber die ganze Situation gerettet. Seine Macht, seine Herrlichkeit wird dadurch so deutlich, dass seine Jünger an ihn glauben. Nach dem Fest geht Jesus nach Kapernaum. Seine Jünger, seine Brüder und Maria begleiten ihn.
Mir stellt sich die Frage, ob die Verwandlung von Wasser in sechs Fässern Wein alles gewesen ist. Steckt hinter diesem Geschehen viel mehr, als es auf den ersten Blick scheint?
Auf Jesu Wort vertrauen
Mit diesem Bericht werden wir zu Insidern des Geschehens. Nur wir und die Beteiligten, die unmittelbar auf Jesu Anweisung handeln, wissen, wie alles ablief. „Tut, was Jesus euch sagt“, war die eindeutige Anweisung der Maria an die Bediensteten auf dem Fest. „Was soll das?“, werden sie überlegt haben, als sie das Wasser schleppen mussten. Aber auf Jesu Wort hin tun sie es und erleben das Unmögliche. Aus diesem Wasser wird Wein. Mir fällt hier die Begegnung des Petrus mit Jesus ein. Alle Erfahrungen als Fischer hatten ihm kein volles Netz gebracht. Die ganze Arbeit der Nacht war vergeblich. Er ist müde und enttäuscht. Da sagt Jesus