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Description
Begegnungen, die das Leben verändern
Jeden Tag begegne ich Menschen. In der Familie, auf der Arbeit, beim Einkauf, in der Gemeinde. Keine Begegnung ist gleich. Mal ist sie oberflächlich, mal tiefgehend, mal aufreibend, mal fröhlich.
Der Bibeltext aus dem Johannesevangelium handelt von Begegnungen. Unterschiedliche Menschen und Charaktere begegnen sich untereinander. Aber insbesondere begegnen sie dem Sohn Gottes, Jesus Christus. Und Jesus begegnet ihnen. In keinem der Fälle bleibt das für diese Menschen folgenlos.
Es beginnt mit Johannes, dem Täufer. Als er Jesus sieht, ruft er aus: „Das ist Gottes Lamm, das der Welt Sünde trägt" (Johannes 1,29). Am nächsten Tag sieht er Jesus wieder. Johannes ist tief beeindruckt. Er hält seine Augen auf Jesus geheftet und ruft erneut aus: „Siehe, das ist Gottes Lamm" (Johannes 1,36). Darin ist Johannes für mich ein Vorbild. Nur mit festem Blick auf Jesus kann ich authentisch Interesse für meinen Glauben bei anderen wecken. Das wird mir bewusst, als ich diese Zeilen schreibe.
Dieser kurze Ausruf macht zwei Männer aus seinem Umfeld auf Jesus aufmerksam. Es sind Andreas und der Evangelist Johannes, der sich selbst nicht mit Namen nennt. Und es soll nicht beim interessierten Schauen bleiben. Die beiden beginnen Jesus nachzufolgen, sind neugierig. Doch bevor sie etwas fragen können, dreht sich Jesus zu ihnen um und spricht sie an. Das erlebe ich auch immer wieder in meiner Beziehung zu Jesus. Er wendet sich mir freundlich zu, bevor ich etwas fragen kann. Zum Beispiel durch einen Vers oder Abschnitt aus seinem Wort, der mir Mut macht. Oder durch einen Impuls aus einem Kalenderblatt. Und dann widmet er mir seine volle Aufmerksamkeit für meine Anliegen.
Nachfolge auf Augenhöhe
Die ersten beiden Nachfolger Jesu haben ebenfalls seine volle Aufmerksamkeit. Jesus fragt sie nicht, „wen" sie suchen – er kommt gleich zum Punkt. Das „Was" interessiert ihn – das hat sich bis heute nicht geändert. Spricht mich das als Leser des Evangeliums auch an? Was suche ich denn eigentlich hier in diesem Teil von Gottes Wort?
Die zwei Interessenten merken: Von diesem Jesus können sie etwas lernen. Die Person vor ihnen strahlt etwas aus. Die Nachfolge lohnt sich. Er lädt sie ganz schlicht ein, den Tag mit ihm zu verbringen. Ob Andreas und Johannes mit dieser Reaktion gerechnet haben? Ein Messias, ein Gesalbter, ein König – würde der sich so einfach begleiten lassen?
Jesus zeigt ihnen offen, wohin er geht, mit wem und worüber er spricht. Er wird ihren Fragen zugehört und diese beantwortet haben, auch wenn ich davon nichts lese. Die zwei Männer erleben den Sohn Gottes hautnah, nicht aus weiter Ferne. Gottes Sohn sucht immer die direkte, enge und offene Gemeinschaft mit Menschen. Augenhöhe ist ihm wichtig. Und die Folgen für
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