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Schalom!

Published 4 months, 2 weeks ago
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Und wieder geht ein Jahr zu Ende. Ich blättere durch meinen Kalender. Das heißt: Ich blättere schon lange nicht mehr, ich scrolle. Digital. 

Und ich staune: So viele Begebenheiten, so viele Begegnungen. Aber auch so manche Abschiede. Die Zahl der Weggefährten wird kleiner.

Bilder flimmern durch meine Gedanken. Helle, bunte. Und dunkle, eintönige.

So viele Erlebnisse. Beglückende und bedrückende.

Vieles hat sich bewegt im zu Ende gehenden Jahr. Manches ist besser geworden, zum Glück. Manches aber auch schlechter. Älter bin ich geworden. Das auf jeden Fall. Bin ich zufrieden mit dem, was geworden ist? Teils, teils.

Ich blicke in die Welt - und erschrecke. Noch immer keine Lösung für die großen Krisen und Kriege. Vor allem dominieren die Nachrichten - nicht anders als zu Beginn des Jahres. Noch immer kein Frieden in der Ukraine, im Sudan, im Nahen Osten. Nicht wirklich. Jeden Moment kann alles wieder explodieren.

Da höre ich das Bibelwort, das über diesem letzten Tag des Jahres steht: „Der Herr schafft deinen Grenzen Frieden.“

Der Herr. Gott höchstpersönlich. Der muss es wohl tun. Denn wir Menschen bekommen es offenbar nicht hin. Nicht in unserem eigenen kleinen Leben und schon gar nicht in der Welt. Er muss Frieden schenken. Zufriedenheit. Und er wird es, sagt unser Bibelwort.

Der Friede, den Gott schenkt, ist Schalom. So steht‘s im hebräischen Original. Und Schalom ist mehr als Frieden. Schalom ist auch Sich-sicher-fühlen, ist Heil, ist Wohlergehen, und ist eben auch Zufriedenheit.

Zufriedenheit …

Ja, ich möchte gern zufrieden sein, mit dem, was Gott mir zugedacht hat im letzten Jahr. Und auch mit dem, was er mir vorenthalten hat. Zufrieden, befriedigt, im Frieden in den Grenzen meiner Welt. Er war immer da, hat mich durch alle Höhen und Tiefen begleitet. Hat mich gehalten und getragen, hat mich gezogen und gebremst. Hat gegeben und genommen. Und hat es doch immer nur gut gemeint. Ich sehe das im Moment vielleicht noch nicht, aber ich werde es noch sehen, spätestens dann, wenn ich mein Leben auf dieser Erde beendet habe und alles aus himmlischer Perspektive betrachte. Alles hat gepasst, alles hat gestimmt, alles war gut. Ich bin endgültig und für alle Ewigkeit zufrieden.

Zufriedenheit …

Wenn die, die Macht haben in dieser Welt, zufrieden wären mit dem, was ihnen zugedacht wurde, gäbe es keinen einzigen Krieg mehr. Zufrieden mit dem Land. Zufrieden mit seinen Grenzen. Es müsste auch niemand mehr

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