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Back to EpisodesMutig ins neue Jahr
Description
Silvester – Zeit des Rückblicks und Ausblicks
Silvester, das Zwischenstück zwischen vergangener gefüllter Zeit und neuen unverbrauchten Zeiträumen. Silvester – Zeit der Jahresrückblicke in Zeitungen und TV-Sendungen und auch Zeit der Jahresausblicke mit Erwartungen, Prognosen und Befürchtungen. Wie geht's Ihnen an diesem Tag?
Ich komme meist unweigerlich ins Erinnern und Nachdenken: Was hab ich erlebt im vergangenen Jahr? Was will ich auf keinen Fall vergessen? Hie und da versuche ich ein Fazit zu ziehen, um dann vorsichtig nach vorne zu schauen: Was ist mir wichtig? Woran will ich mich orientieren?
Diese Fragen sind in unsrer vielstimmigen Zeit nicht leicht zu beantworten. Vielleicht bewegen Sie in Ihrem Leben noch ganz andere Probleme und Herausforderungen. Da würde ich mir an einem Tag wie Silvester einen Text wünschen, der tröstet, der Mut macht und motiviert. Und dann kommen Worte daher, die klingen wie eine Fanfare, begleitet von kräftigen Paukenschlägen, die alle anderen Stimmen übertönen. Ist es das, was ich heute brauche? Vielleicht hilft Ihnen und mir ein Blick in seine Entstehungsgeschichte:
Die Suche nach Identität – Israels Ringen um seinen Gott
Das Volk Gottes war immer wieder herausgefordert, seine Identität und seine Religion zu finden. Der Glaube war verankert in seiner Geschichte, aber die Glaubenssätze, die veränderten und schärften sich in der Auseinandersetzung mit seiner Umwelt.
Umgeben von alten kultischen Traditionen in den Nachbarvölkern suchte das Volk Israel seine besondere Gottesbeziehung zu bestimmen. Sie hörten spannende und beeindruckende Göttererzählungen. Sie erlebten bewegende Feste und Rituale. Da entstand ein buntes und vermutlich auch verwirrendes Bild, und auch Fragen: Wer sind wir? Und: Wer ist unser Gott? Ist er ein Teil der Chaosmächte? Ein Wettergott vielleicht, der mit anderen Göttern um die Vorherrschaft ringt? Wen sollen wir anbeten? Und wer sind wir Menschen? Hilflose Spielbälle der Mächtigen oder doch gesegnet und geliebt? Der Psalm antwortet darauf mit sprachgewaltigen Bildern aus der Natur, die die Einzigartigkeit und Macht des Gottes Israels herausstellen.
Die Stimme Gottes – Ein gewaltiges Gemälde
Vor meinem inneren Auge entsteht das Bild einer besonderen Versammlung oder eines großen Festes in einem königlichen Thronsaal. Ein Herold tritt auf. Er hat die Aufgabe, im Namen seines Herrn zu sprechen. Nun steht er vor einer großen Menge, um laut und deutlich kundzutun, was ihr Herrscher ihnen zu sagen hat.
Und bereits in seinen ersten Worten werden die Machtverhältnisse geklärt: „Ehrt den HERRN, ihr Mächtigen im Himmel, ehrt ihn und unterwerft euch seiner Macht. Gebt ihm die Ehre, die ihm allein zusteht! Werft euch nieder vor ihm, wenn er in seiner Heiligkeit erscheint."
Jetzt wissen alle: Hier geht es nicht um irgendeine lokale Gottheit. Hier kommt der zu Wort, der über allen anderen steht; der einzige, dem Ehre und Anbetung zusteht, ob von himmlischen oder irdischen Mächten. Ich sehe Staunen und Erschrecken in den Gesichtern der Zuhörer.
Der Herold spricht weiter. Er will die Anwesenden sehen und spüren lassen, wie groß und mächtig ihr Gott ist. Deshalb wählt er Worte und Bilder, die sich einprägen, die Erin