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New Year's wishes
Description
Was wünschen sich zwei KI-Podcaster fürs neue Jahr? Keine neuen Modelle, die kommen sowieso. Mark und Jens nutzen die erste Folge des Jahres für einen unaufgeregten Ausblick auf 2026: von Smart Glasses über neue Interaktionsmuster bis zu Robotik und Agentic Networks.
Wunsch Nummer eins: Voice-First-Interfaces und Smart Glasses als neuer Formfaktor. Mark hat sich bereits eine smarte Brille vorbestellt und erklärt, warum ihm die Vorstellung gefällt, mit KI über andere Kanäle als den klassischen Bildschirm zu interagieren: multimodal, gesprächsbasiert, immer verfügbar, weg von klobigen VR-Headsets wie Oculus oder der Apple Vision Pro. Wie multimodal KI schon heute sein kann, zeigt für ihn NotebookLM, das aus Textquellen spontan ganze Gesprächs-Podcasts erzeugt. Jens ergänzt das mit einem sehr konkreten Wunsch an Designer und Engineers: KI-Antworten brauchen neue Interaktionsmuster für Wartezeiten, gerade wenn eine Anfrage bewusst länger dauern darf, weil die KI recherchiert oder nachdenkt. Stichwort kontextbewusstes, "always-on"-Verhalten, ohne dabei zur Datenschutz-Falle zu werden.
An dieser Stelle kommt auch der EU AI Act ins Spiel: Ab Mitte 2026 greifen weitere Pflichten, Unternehmen müssen nachvollziehbar erklären können, wie ihre Agenten handeln. Mark und Jens sehen das nicht als Bremse, sondern als Chance für gut gestaltete, vertrauenswürdige Systeme, inklusive eines Ausblicks auf das Zusammenspiel von kleinen, lokal laufenden Modellen (On-Device) und großen Cloud-Modellen.
Wunsch Nummer zwei betrifft Robotik. Ausgangspunkt ist ein viral gegangenes Video von Tesla Optimus, bei dem ein humanoider Roboter während einer Live-Vorführung umfällt, ein Hinweis darauf, wie viel bei aktuellen Humanoiden noch Teleoperation statt echter Autonomie ist. Auch der ferngesteuerte Roboter "Neo" und Anbieter wie Figure AI werden eingeordnet, ebenso Apples früheres Forschungsprojekt einer beweglichen Pixar-Lampe als Gegenentwurf zum humanoiden Hype. Für den deutschen Haushalt erwarten beide 2026 noch keine echten humanoiden Roboter, wohl aber weitere Fortschritte im industriellen Umfeld.
Der dritte Wunsch ist der vielleicht persönlichste: Jens will 2026 keine Workflows mehr bauen müssen, sondern Probleme einfach schildern und die KI den Rest erledigen lassen, inklusive selbstständig orchestrierten Multi-Agenten-Setups. Mark stimmt zu und bringt die zentrale These der Folge: 2026 wird das Jahr, in dem der Shift von "Mensch interagiert mit einer KI" zu "KI interagiert selbstständig mit anderen KIs" spürbar wird, ausgelöst durch MCP-Server, Standard-APIs und Agenten, die sich bei Bedarf sogar eigene Schnittstellen bauen.
Kein Wunsch nach einem neuen Modell also, sondern nach besseren Schnittstellen zwischen Mensch, Maschine und den vielen Maschinen untereinander, garniert mit der Hoffnung auf smarte Brillen, anständige Roboter und ein Jahr, das (anders als einst für 2000 prophezeit) definitiv nicht untergeht.
— Think Different. Think AI. mit Mark Zimmermann und Jens Scharnetzki.
Hören: Apple, Spotify, YouTube, RSS https://think-ai.podigee.io
Neue Folge zuerst im WhatsApp-Kanal https://whatsapp.com/channel/0029VbDJ4ZlGufIrpquad004
Wenn euch die Folge was gebracht hat: einmal bei Apple bewerten. Das entscheidet, ob jemand Neues uns findet. https://podcasts.apple.com/de/podcast/think-different-think-ai/id1828021699
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