Episode Details

Back to Episodes

Gott hält, was er verspricht

Published 7 months, 2 weeks ago
Description
Der Bibeltext Lukas 1,68-79 – ausgelegt von Wolfgang Hoppstädter.

Sie konnten schon auf ein langes Leben zurückblicken. Und in all den Jahren hatten sie ihren Glauben nicht verloren. Auch wenn sie ihr Päckchen zu tragen hatten, ließen sie sich nicht verbittern. Denn die Umstände im Land waren nicht so rosig. Die Römer hielten das Land besetzt.

Vor allem aber ein großes Herzensanliegen hatte Gott ihnen nicht erfüllt. Und das ließ sich auch nicht mehr verändern. Zacharias und Elisabeth blieben kinderlos. Aber sie waren über diese Lebensführung zur Ruhe gekommen. Sie hatten sich damit abgefunden und dienten mit ihren Gaben Gott. Dazu heißt es im Lukasevangelium 1,6–7:

„Sie waren aber alle beide fromm vor Gott und lebten in allen Geboten und Satzungen des Herrn untadelig. Und sie hatten kein Kind, denn Elisabeth war unfruchtbar, und beide waren hochbetagt.“

Aber ihre Kinderlosigkeit bleibt nicht das Letzte. Denn Gott handelt ganz unerwartet. Und so werden hier einem, der vielleicht schon dabei war, sich in seinen enttäuschten Erinnerungen einzurichten, die Augen für Gottes Plan und seine Taten geöffnet. Und das befreit ihn zum Gotteslob.

Dahin sollen auch Sie und ich kommen: Dass wir offene Augen für Gottes Vorhaben mit dieser Welt und sein Handeln bekommen. Advent will unseren Blick darauf lenken, dass wir wieder staunen über den Gott, dem nichts unmöglich ist. Das befreit zum Lob Gottes. Denn:

1. Gott hält Wort!

Das ist die Erfahrung, die Zacharias aus dem Häuschen geraten lässt. Darum überschlägt er sich im Lob Gottes, nachdem er seine Sprache wieder hat. Das, was er nicht für möglich hielt, sieht er nun in Erfüllung gehen.

Und er hätte das nie gedacht. Als er wieder einmal seinen Dienst im Tempel antrat, hat er keine besonderen Vorkommnisse erwartet. Als dann das Unerwartete geschieht, kann er es zunächst nicht glauben. Skepsis macht sich breit.
Davon berichten die Verse 5–25 in unserem Kapitel: Das Engelwort von der bevorstehenden Geburt des Johannes durch Elisabeth. Zacharias kann es nicht fassen. „Ich bin alt, und meine Frau ist betagt.“

Sind die Zweifel des Zacharias nicht berechtigt?

Ich sehe daran: Nicht nur der Unglaube erlebt Zweifel. Denn Gott handelt nicht immer nach meiner Logik und das treibt ins Fragen. Darum gibt es auch bei mir Durststrecken im Glauben. Und dabei muss ich es akzeptieren, dass Gott sich nicht nach meinen Vorstellungen richtet.

Aber er hat eben mit jedem von uns seinen eigenen, individuellen Weg. Und dabei will er uns so führen, dass wir unser Heil finden, und das ist noch viel mehr als eine erfüllte Wunschliste.

So wird nun im hohen Alter nicht nur der Herzenswunsch des Zacharias nach einem leiblichen Nachkommen erfüllt. Vielmehr wird Zacharias Zeuge, wie Gott seine Versprechen gegenüber seinem Volk einlöst.
Gott setzt seinen Plan zur Rettung seiner Menschheit durch, und Zacharias wird dabei mit einbezogen. Denn sein Sohn Johannes wird der sein, der in Israel auf den kommenden Messias aufmerksam macht. Das übertrifft Zacharias’ kühnste Vorstellungen.

Deswegen der Lobgesang, weil er erkennt: Go

Listen Now

Love PodBriefly?

If you like Podbriefly.com, please consider donating to support the ongoing development.

Support Us