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DU145 - Wo sind die ganzen Plejaden hin?

DU145 - Wo sind die ganzen Plejaden hin?

Episode 145 Published 7 months, 3 weeks ago
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Und: Was wissen die Plejadier?

DU145 - Wo sind die ganzen Plejaden hin?

Und: Was wissen die Plejadier?

In der neuen Folge geht es um den Sternhaufen der Plejaden, der nach neuen Erkenntnissen viel größer ist als gedacht. Wir machen außerdem einen kurzen Ausflug in die Pseudowissenschaft und treten in telepathischen Kontakt mit den Plejadiern. Außerdem: Kometeneinschläge auf der Erde und ein Film über Einstein und Eddington.

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HD7977 und das Klima

HD 7977 ist ein Stern im Sternbild Kassiopeia und eine neue wissenschaftliche Arbeit (On the coincidence between the close passage of HD7977 and the Pliocene-Pleistocene transition) legt nahe, dass er vielleicht für eine Klimaänderung vor über 2 Millionen Jahren verantwortlich war. Denn Daten der Gaia-Mission legen nahe, dass er vor 2,47 Mio. Jahren der Sonne zwischen 2.300 und 13.000 AU nahekam – möglicherweise einer der engsten bekannten Vorbeiflüge eines Sterns. Das könnte die Kometen der inneren Oortschen Wolke gestört haben und dadurch wäre der Fluss von Kometen zur Erde um mehr als eine Größenordnung gegenüber dem Normalzustand gestiegen. Pro ~1 Mio. Jahre wären ca. 5 Einschläge von Kometen ≥ 1 km Durchmesser zu erwarten. Das hätte relevante klimatische und geologische Spuren zu hinterlassen. Die zeitliche Übereinstimmung mit dem Übergang vom Pliozän zum Pleistozän ist auffällig, aber noch nicht bewiesen.

Astro-Geschichte: Mehr Schwestern für die Plejaden

Über die Plejaden haben wir schon in Folge DU071 geredet und die Menschen reden schon seit Jahrtausenden über diese Sterne im offenen Sternhaufen der Plejaden. Offene Sternhaufen entstehen in Riesenmolekülwolken und lösen sich anschließend über einige 10–100 Myr in den galaktischen Hintergrund auf. Für die Astrophysik sind sie extrem wertvoll, weil sie als „Testlabore“ für Modelle von Sternstruktur, und Planetenentstehung dienen.

Das Problem: Nach ~100 Myr sind viele ehemalige Haufen so weit auseinandergezogen dass man sie kinematisch kaum noch als zusammengehörig erkennt – und Altersbestimmungen einzelner Feldsterne sind zu ungenau, um sie sicher einem Geburtsereignis zuzuordnen. Das ist auch den Plejaden passiert und deswegen hat sich die Wissenschaft gefragt: Wie groß waren die Plejaden früher wirklich? Welche Sterne gehören da alle dazu?

Wir wissen heute, dass die Plejaden 440 Lichtjahre entfernt sind, ein, Alter von ca 100 Mio Jahre haben und aus mehr als 400 Sterne bestehen. Aber wie findet man raus, ob andere Sterne auch früher mal dazu gehört haben? Man muss sich die Bewegungen anschauen, aber auch das Alter bestimmen. Dazu verfolgt man einen neuen Ansatz: Gyrochronologie!

Mit dieser Methode kann man das Alter eines Sterns aus seiner Rotation bestimmen, Woher kennen wir Rotationsperioden von Sternen? Dank TESS, dem Transiting Exoplanet Survey Satellite. Wir können jetzt TESS-Daten mit GAIA-Daten kombinieren und mit sehr viel Statistik folgt: Es gibt eine kinematisch zusammenhängende Population von 3091 Sternen, ausgedehnt über 2000 LJ, im passenden Alter die alle früher Teil der Plejaden waren.

Die Plejaden sind damit kein isolierter Haufen, sondern nur eine besonders auffällige Verdichtung innerhalb einer riesigen Geburtsstruktur. Sie sind 20 mal größer als bisher ge

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