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Eine Maus unter Elefanten

Published 7 months, 3 weeks ago
Description
Der Bibeltext Sacharja 12,9-13,1 – ausgelegt von Günther Röhm.

1. Wenn Elefanten tanzen – Israel in der Bedrängnis

Was geschieht mit einer Maus, wenn Elefanten tanzen? Vor dieser Frage steht das Volk Israel zur Zeit des Propheten Sacharja.
Israel – eingezwängt zwischen den „Elefanten“, den damaligen Großmächten Assyrien im Norden, Babylon im Osten, Ägypten im Süden. Im Westen liegt das Mittelmeer. Am Horizont sind Kriegswolken aufgezogen, und die Großmächte haben ihren Kriegstanz begonnen. Die kleine Maus Israel ist unter die Räder gekommen. Aus die Maus!

Jerusalem, die Hauptstadt, und der Tempel sind zerstört. Das politische und religiöse Zentrum ist dem Erdboden gleichgemacht! Damit ist auch der Glaube an Gott erschüttert. Die einzelnen Menschen sehen keinen Sinn mehr in ihrem Dasein.

Also:
Aus die Maus mit der Politik.
Aus die Maus mit der Religion.
Aus die Maus mit dem Glauben.
Alles, was Israel ausgezeichnet hat, ist weg. Die Bevölkerung ist nach Babylon verschleppt. Das Land wird von fremden Menschen aus anderen Völkern besiedelt. Israel hat eine Niederlage, eine Pleite ohne Gleichen erlebt.

Wer eine Niederlage, eine Pleite erlebt hat, der betet vielleicht noch vorwurfsvoll: „Herr, wärest du hier gewesen, dann…“ (Johannes 11,21.32). Aber jetzt ist alles gestorben. Alles ist aus! Es ist vorbei!

Solche Niederlagen und Pleiten hinterlassen ihre Spuren im Kopf und auch im Herz. In den Köpfen und Herzen der Israeliten setzen sich Gedanken fest:

  • Der Gott unserer Väter hat uns im Stich gelassen!
  • Die Götter der anderen Völker sind stärker als unser Gott!
  • Wir haben uns auf Gott verlassen – und wir sind verlassen!
  • Herr, wärest du hier gewesen, dann…

Sie ziehen frustriert das Fazit: Es lohnt sich nicht, auf Gott zu vertrauen. Gott kannst du abhaken! Das ist alles nur Einbildung!
 

2. Ein neuer Anfang – Gottes Eingreifen durch Sacharja

So ähnlich denken die Israeliten in der Gefangenschaft in Babylon. Inzwischen sind 70 Jahre vergangen. Die nachgewachsenen Generationen haben stillschweigend diese Denkweise übernommen: Es lohnt sich nicht, auf Gott zu vertrauen. Gott kannst du abhaken – alles nur Einbildung!

Einer von denen, die auch ohne den alten Gottesglauben herangewachsen sind, ist der Prophet Sacharja. Jetzt erlebt Sacharja, dass sich dieser Gott, mit dem keiner mehr rechnet, den die allermeisten abgehakt haben, bei ihm meldet. Gott offenbart sich ihm. Gott beruft ihn zum Propheten. Sacharja darf eine neue Heilszeit für das Gottesvolk Israel sehen.

Er hört das Wort Gottes: 
„Und zu der Zeit wer

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