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Von Schwertern zu Pflugscharen

Published 7 months, 3 weeks ago
Description
Der Bibeltext Sacharja 9,9-12 – ausgelegt von Marion Christa Nickel.

1. Sacharja und der historische Hintergrund

Der Prophet Sacharja – dessen Name bedeutet „der Herr gedenkt“ – ist Prophet in der Zeit der Rückwanderung der Gefangenen aus Babel. In den Aufzeichnungen des griechischen Historikers Herodot über den Aufstieg des Perserreichs wird Kyros der Große als großmütiger Herrscher beschrieben. Sein Ruhm und seine Beliebtheit werden sogar an einigen Stellen der Bibel dargestellt, zum Beispiel im 2. Buch Chronik, Kapitel 36, 22.
Kyros entlässt also das jüdische Volk aus dem Exil. Die weitreichende prophetische Schau des Sacharja betrifft die Ereignisse, die mit dem Wiederaufbau des Tempels beginnen und mit dem Friedensreich schließen.

Kein Prophet des Alten Testaments gibt in solcher Kürze so viele Prophetien über Christus wie Sacharja: über das erste Kommen Christi in Niedrigkeit, über sein Menschsein, seine Gottheit und seine Wiederkunft am Ende der Zeit.

 

2. Die Verheißung des kommenden Königs

In Kapitel 9, Vers 9 des Buches Sacharja höre ich aus der Lutherbibel die Einführung des Messias, des Christus. In einer anderen Bibelübersetzung kommt noch der Aspekt des Sieges hinzu, dort heißt es:
„Juble laut, Tochter Zion, jauchze, Tochter Jerusalem! Siehe, dein König kommt zu dir: gerecht und siegreich ist er, demütig und auf einem Esel reitend, und zwar auf einem Fohlen, einem Jungen der Eselin.“
Dieses Wort soll ein Zeichen für das jüdische Volk sein, dass Gott nach Zion zurückkehren wird.

Mit „Tochter Zion“ ist die Stadt Jerusalem gemeint, die sich freuen soll, weil der Sohn Davids, also Christus, als Friedensbringer zu ihr kommt. Jesus, der Sohn Gottes, ist der Friedefürst, der Friede zwischen Gott und seinem Volk wirken will. Das ist sein Auftrag für das Volk Israel.
Zion, die große Stadt des Königs, erfreut die ganze Welt, so lese ich es in Psalm 48, Vers 3.

Auch der Prophet Jesaja charakterisiert diesen künftigen König: „Denn uns ist ein Kind geboren! Ein Sohn ist uns geschenkt! Er wird die Herrschaft übernehmen. Man nennt ihn ‚Wunderbarer Ratgeber‘, Starker Gott, Ewiger Vater, Fürst des Friedens.“ (Jesaja 9,5)

Mit Blick auf das Neue Testament wird die Geburt dieses Kindes von Johannes dem Täufer und vom Engel Gabriel angekündigt. Die traditionelle Weihnachtsgeschichte aus dem Lukas‑Evangelium enthält diese frohe Botschaft: „Und der Engel kam zur Jungfrau Maria mit den Worten: Fürchte dich nicht, Maria! Du hast Gnade bei Gott gefunden. Siehe, du wirst schwanger werden und einen Sohn gebären; dem sollst du den Namen Jesus geben.“ (Lukas 1,30–31)

Hier wird die Menschlichkeit des

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