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Back to EpisodesVom Fasten zum Fest
Description
1. Advent – Erinnerung und Erwartung
Morgen feiern wir den dritten Advent. Doch was feiern wir eigentlich? Viele wissen vielleicht noch: Die Adventszeit ist die Vorbereitungszeit auf das Weihnachtsfest. Im Advent sehen Christen zurück auf die Ankunft des Herrn Jesus, wie sie uns in der Bibel als „Weihnachtsgeschichte“ überliefert ist. Als Christen sehen wir aber auch voraus auf die Ankunft des Herrn als Herrscher dieser Welt und Vollender des Reiches Gottes. Sind das heute noch Gründe zum Feiern? Wo löst die Botschaft vom Kommen Jesu noch Freude aus?
So erging es wohl auch dem Volk Israel. Die Zeit der Gefangenschaft in Babylon ist vorbei. Zwanzig Jahre sind sie wieder in ihrer Heimat. Sie feiern die Feste, doch Freude kann nicht aufkommen. Der Wiederaufbau der verwüsteten Stadt Jerusalem und des völlig zerstörten Tempels war mit viel Mühe und Entbehrungen verbunden. So wurde das Volk mutlos, und die Arbeiten am Tempel kamen zum Erliegen. In dieser Situation trat Sacharja auf, ein Prophet, der mit Rückkehrern aus Babylon gekommen war. Seine von Gott gegebene Botschaft stiftet Trost und Hoffnung. „Fürchtet euch nicht!“, darf er seinem Volk sagen. Im Vers 13 heißt es sogar: „Fürchtet euch nur nicht und stärkt eure Hände!“ Das bedeutet: „Seid nicht mutlos! Macht weiter! Baut weiter in Jerusalem und an seinem Tempel! Es gibt Hoffnung und Zukunft! Gott hat Großes vor!“
2. Gottes Zusagen an sein Volk
Gott, der Herr Zebaoth, selbst spricht durch seinen Boten zu seinem Volk. Dieses Volk hat seinen Ursprung in Abraham. Diesem Mann versprach Gott: „Deine Nachkommen werden einmal ein großes Volk sein, und durch sie werden alle Völker gesegnet werden.“ Das waren Versprechen gegen jeden äußeren Anschein, aber Abraham glaubte dem Herrn.
Jahrhunderte später waren Abrahams Nachkommen tatsächlich ein großes Volk geworden. Sie glaubten an Abrahams Gott. Aber Israels Glaube war ständig angefochten und umkämpft. So kam es immer wieder zum Götzendienst in Israel. Gott strafte sein Volk dafür. Andere Völker, die größer und mächtiger waren, plagten Gottes Volk.
Diese Aussage erschreckt mich. Wo hat unser Volk Gott verlassen, und was sind die Folgen?
Aber Gott steht zu seinen Zusagen, die er schon Abraham gegeben hatte. Und so schickte Gott Propheten, die an seine Verheißungen erinnerten. Einer von ihnen war Sacharja, der dem Volk sagen soll: „Ich gedenke wohlzutun dem Hause Juda. Fürchtet euch nur nicht!“ Zu dieser Ermutigung muss der Prophet aber ein „Aber“ anfügen.
3. Der Ruf zur Umkehr und das menschliche Versagen
Zu Taten muss er aufrufen: „Redet die Wahrheit, richtet gerecht, schafft Friede, meidet böse Gedanken und schwört nicht falsche Eide. Das alles hasst der Herr.“ Die Ermahnungen fassen die Zehn Gebote kurz zusammen. Hier geht es nicht nur um einzelne sittliche Taten, sondern darum, dass ei