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Back to EpisodesAuftrag trotz Gegenwind
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Geheimnisvolle Botschaften im Buch Sacharja
Manche Texte der Bibel vermitteln den Eindruck, dass sie geheimnisvolle Botschaften beinhalten. So geht es mir mit dem heutigen Abschnitt aus dem Buch des Propheten Sacharja.
Es ist die Zeit um 520 vor Christus. Etwa 18 Jahre zuvor sind die ersten Rückkehrer aus dem babylonischen Exil wieder im Land ihrer Vorväter eingetroffen. Sie waren unter der Führung von Serubbabel, einem Nachkommen von König David, und mit der ausdrücklichen Unterstützung des persischen Königs Kyros losgezogen.
Jetzt, etliche Jahre später, wirken zwei Propheten in Jerusalem und Judäa. Der eine ist Haggai, der andere ein junger Mann namens Sacharja. Mit ihren Botschaften von Gott unterstützen sie den Statthalter Serubbabel und Priester Jeschua bei deren Vorhaben, den Wiederaufbau des Tempels voranzutreiben.
Sacharjas Visionen und ihre Bedeutung
Sacharja hat in dieser Zeit acht teils befremdlich anmutende Visionen. In der letzten sieht er vier unterschiedliche Pferdegespanne, die hinter zwei kupfernen Bergen hervorkommen. In den Versen 1 bis 3 beschreibt er sie. Der erste Wagen wird von einem Paar starker, rotbrauner Pferde gezogen. Den zweiten ziehen schwarze Pferde, den dritten weiße und das vierte Gespann gescheckte Tiere.
Alle vier kommen direkt aus der Gegenwart Gottes, erklärt ein Engel dem Propheten Sacharja auf dessen Nachfrage und ergänzt, dass sie die vier Winde des Himmels symbolisieren, also die vier Windrichtungen. Bibelausleger sind sich einig, dass die Winde für Gottes Geist stehen.
Dem erfahrenen Bibelleser fällt eine gewisse Ähnlichkeit zu den vier apokalyptischen Reitern aus dem Buch der Offenbarung auf. Die dort erwähnten Reiter stehen für Gottes Gericht am Ende der Zeiten. Sie werden Verführung, Kriegsgeschehen, Hungersnöte und tödliche Krankheiten mit sich bringen und das in weltweitem Maßstab.
Anders verhält es sich in der Vision von Sacharja. Hier durchqueren die vier Gespanne lediglich die Welt. Die Botschaft ist klar: So wie der Wind überall weht, ist Gott gegenwärtig. Ihm entgeht nichts. Niemand kann seinen Geist aufhalten. Man kann die Pferdegespanne auch als Boten verstehen, die sicherstellen, dass Gottes Wille in dieser Welt geschieht.
Interessant ist in diesem Zusammenhang eine Bemerkung. In Vers 8 lässt der Engel Sacharja ausdrücklich wissen, dass der Geist Gottes im »Land des Nordens« ruht. Was könnte das bedeuten?
Zwei Deutungen des „Landes des Nordens“
Hier sind zwei Erklärungsversuche:
Aus dem »Land des Nordens«, genauer gesagt aus Babylonien, stammte seinerzeit die Bedrohung des Volkes Gottes. Von dort kam das Gericht Gottes über Jerusalem und Judäa. Jetzt ruht dort der Geist Gottes, sagt der Engel dem Propheten Sacharja. Heißt: Im Land Babylon herrscht Friede. Von ihm geht keine Gefahr mehr aus.
Man kann den Hinweis auf das »Land des Nordens« aber auch anders verstehen, denn auch Persien liegt nördlich von Israel. Denkbar wäre demnach auch die Deutung, dass trotz des aktuellen Widerstands der umliegenden Herrscher, vom persischen König Kyros u