Episode Details
Back to EpisodesVom Schmerz zum Lob
Description
1. Der Marsch für das Leben und ein erschütternder Zwischenruf
„Marsch für das Leben!“ hieß es auch in diesem Jahr wieder in Berlin und Köln. Auf Schildern und Spruchbändern stehen Aussagen, die das „Ja zum Leben“ bekräftigen. Menschen schauen von den Straßenrändern darauf. Hoffentlich werden viele in ihrer Gleichgültigkeit nachdenklich, denke ich! Unter ihnen sind aber auch solche, die eine andere Überzeugung loswerden wollen. Als ich sie zum ersten Mal höre, traue ich meinen Ohren kaum: „Hätt' Maria abgetrieben, wärt ihr uns erspart geblieben!“ Diese Worte fraßen sich in mein Herz und hinterließen eine tiefe Erschütterung in mir.
2. Maria – ihre Berufung und ihre Freude
Ich dachte an Maria, die junge Frau, der Gott durch den Heiligen Geist die Menschwerdung seines Sohnes anvertraut hat. Sie hätte Jesus abtreiben sollen? Nein! Unvorstellbar! Sie hat ihre Berufung gelebt und Jesus Christus in seiner Kindheit und auch in den drei Jahren des aktiven Unterwegsseins als Messias bis hin zum Tod am Kreuz und seiner Auferstehung begleitet. Bei der Ankündigung ihrer Berufung, Mutter des Heilands der Welt zu werden, hat sie einen Lobgesang angestimmt: „Meine Seele erhebt den HERRN, und mein Geist freut sich Gottes, meines Heilands!“ Diese Freude ist ansteckend. Das spüren wir gerade jetzt wieder in der Advents- und Weihnachtszeit.
3. Hanna – ein Vorbild der Hoffnung
Aber Maria ist nicht die Einzige, der ein Sohn mit einer überragenden Bedeutung anvertraut wurde. Im 1. Buch Samuel lerne ich Hanna kennen. Sie hat ein besonderes Problem. Sie steht nicht etwa in der Gefahr, ein gezeugtes Kind loswerden zu wollen, nein, sie gehört zu denen, bei denen die Empfängnis nicht klappt. Hanna ist unfruchtbar wie Sara, die später die Mutter von Isaak wurde, und wie Elisabet, die Mutter von Johannes dem Täufer. Im Altertum galt das als Schande. Wie in jener Zeit üblich, ist Hannas Mann Elkana noch mit einer anderen Frau verheiratet, die ihm mehrere Kinder geboren hat.
Hanna weiß, dass ihr Mann sie auch ohne erfüllten Kinderwunsch liebt. Das aber reicht Hanna nicht. Als sie wieder einmal mit der ganzen Familie in Silo bei der Stiftshütte ist, schüttet sie ihr Herz vor Gott aus. Was da alles drin ist! Die Sticheleien ihrer Konkurrentin und der Anblick von Peninnas Kindern haben Hannas Herz verwundet! Hilflosigkeit und Enttäuschung haben zu Selbstzweifel und Scham geführt. Da könnten Bitterkeit und sogar Hass gegen Gott und ihr Beziehungsgefüge bei ihr landen. Wenn sie dem nachgeben würde, wäre sie bald isoliert und würde in allem Trubel vereinsamen. Das weiß Hanna.
Die verletzenden Worte ihrer Widersacherin laden Hanna zwar zu einer Selbstmitleidsparty ein, aber sie sucht lieber die Gegenwart ihres Schöpfers auf, der dieses Defizit der Unfruchtbarkeit zugelassen hat. Ihm vertraut sie, ihn liebt sie, und darum ist Hanna hoffnungsvoll. Sie betet um einen Sohn, den sie Gott zurückgeben will, damit er mit seinem Leben Gott verfügbar ist. Der Priester Eli spricht ihr den
Listen Now
Love PodBriefly?
If you like Podbriefly.com, please consider donating to support the ongoing development.
Support Us