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Leuchten im Alltag

Published 7 months, 4 weeks ago
Description
Der Bibeltext Sacharja 4,1-14 – ausgelegt von Thomas Klappstein.

Der Nikolaustag und Sacharja 4

Der 6. Dezember ist der Nikolaustag. Durchaus ein besonderer Tag im Jahreszyklus, so kurz vor Weihnachten – vor allem für Kinder. Wenn ich eingeladen bin, an relativ bekannten Tagen im Jahr etwas von mir zu geben, versuche ich gerne Bezüge herzustellen. So habe ich mich gefragt, was wohl der Inhalt aus Kapitel 4 der Aufzeichnungen des ProphetenSacharja, ca. 500 Jahre vor Christi Geburt, mit der Person des Bischofs Nikolaus zu tun hat, der der Überlieferung nach wahrscheinlich Ende des 3., Anfang des 4. Jahrhunderts nach Christi Geburt gelebt hat. Nikolaus öffnete sich dem Licht Gottes, von dem Sacharja spricht, und half Menschen, dass ihr persönliches Dunkel hell wurde.

Eigentlich werden einige Worte aus diesem Textabschnitt auch gerne als Grundlage für Impulse, Andachten oder Predigten zum Pfingstfest verwendet, weil von Gottes Geist und seiner übernatürlichen Kraft die Rede ist. Aber auch diese Gedanken sind keinesfalls nur auf das Pfingstfest beschränkt, sondern haben Wirkkraft während des ganzen Jahres.

Sacharja 4 enthält eine Vision des Propheten über einen goldenen Leuchter mit sieben Lampen und zwei Ölbäumen. Diese Vision beschreibt Gottes Kraft und Versorgung für den Wiederaufbau des Tempels zur damaligen Zeit. Besonders wichtig ist für viele Menschen heute der Vers 6: „Nicht durch Macht und nicht durch Kraft, sondern durch meinen Geist, spricht der Herr.“ Dies zeigt, dass Gottes Werk nicht durch menschliche Anstrengung, sondern durch den Heiligen Geist geschieht. Serubbabel, der mit dem Wiederaufbau beauftragt ist, erhält die Zusicherung, dass selbst große Hindernisse überwunden werden. Die zwei Ölbäume repräsentieren Josua, den Hohepriester, und Serubbabel, den Statthalter, die als von Gott gesalbte Leiter dienen. Die Vision soll beide ermutigen, auf Gottes Kraft zu vertrauen.
 

Goldener Leuchter und Olivenbäume

In Sacharja 4,2–3 geht es um die Vision von einem goldenen Leuchter und zwei Olivenbäumen, rechts und links neben dem Leuchter. Diese Vision steht für den göttlichen Beistand und die Stärkung durch den Heiligen Geist. Der goldene Leuchter repräsentiert die göttliche Gegenwart und die Olivenbäume stehen für zwei wichtige Menschen, die von Gott erwählt wurden: den Statthalter Serubbabel und den geistlichen Leiter Josua.

Diese Vision erinnert mich daran, dass Gottes Kraft und sein Geist mich und uns in allen Herausforderungen unterstützen und erleuchten können. Es ist eine Ermutigung, sich auf Gottes Führung zu verlassen und in seinem Licht zu leben, auch wenn ich mich manchmal im Dunkeln fühle.
Haben Sie in Ihrem Leben schon einmal die Erfahrung gemacht, dass „göttliches Licht“ und die Stärkung durch Gottes Geist besonders in Zeiten der Dunkelheit begleitet und hilft?
 

Durch meinen Geist

In Sacharja 4,6, dem für viele wohl bekanntesten Vers aus de

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