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Back to EpisodesIsrael – Gottes Augapfel
Description
1. Israel im Fokus der Weltöffentlichkeit
Es gibt ganz unterschiedliche Ansichten über die Bibel, über die Juden, über Israel … Es ist verwunderlich, wie Israel fast täglich die Schlagzeilen der Medien füllt. Ganz nebenbei: In der Welt geschehen ungleich größere Grausamkeiten gegenüber dem, was man Israel nachsagt. Aber das scheint nur wenige zu interessieren.
In diesem Abschnitt geht es wiederum um Israel, ein Volk, das seit ca. 2.500 Jahren nicht aus dem Gedächtnis der Menschheit getilgt werden konnte – setze ich die Verfassungszeit des Propheten Sacharja als Anfang voraus.
So mancher mag ja einige Vorbehalte gegen die Bibel haben. Doch schaue ich mir diesen Text eingehender an, entdecke ich etwas davon, was es nur in der Bibel gibt: Prophetien, die sich erfüllt haben, und weitere, die sich noch erfüllen werden.
2. Zerstreuung und Sammlung des Volkes Israel
Was jeder Mensch in diesem Text ablesen kann, ist die Tatsache, dass Juden zweifellos in alle vier Himmelsrichtungen zerstreut wurden. 2023 leitete ich eine christliche Gruppe, die Urlaub auf Guadeloupe machte. Ich meine mich daran zu erinnern, wie die Fremdenführerin uns erzählte, dass einer der ersten Siedler oder Fischer ein Jude war. Bis in die Karibik hatte es also Juden verschlagen.
Ebenso kann ich aus der Bibel ablesen, dass Gott sein Volk aus allen Nationen sammeln wird, gesammelt hat und weiterhin sammelt, sodass sie in dieses von Gott verheißene Land Israel zurückkehren. Dies wird zwar nicht hier in unserem Abschnitt ausdrücklich genannt, aber es findet sich an vielen anderen Stellen des Alten Testamentes.
Schließlich kommt noch eine etwas seltsame, aber doch unglaublich schlagkräftige Aussage in unserem Text vor: „Wer euch antastet, der tastet seinen Augapfel an.“ Andere übersetzen auch mit „der tastet meinen Augapfel an“. Damit ist Gottes Augapfel gemeint. Was soll diese Aussage bedeuten? Wenn ich es einmal auf mich selbst münze: Ich erlaube es keinem, meinen Augapfel zu verletzen. Wenn es aber doch geschieht, dann wird derjenige etwas erleben. So verhält es sich auch aus der Sicht Gottes mit seinem Volk Israel.
3. Gottes Handeln in der Weltpolitik und die Verantwortung der Nationen
Ich war schon immer ein wenig darüber bestürzt, dass in so vielen Ländern der Erde Christen um ihres Glaubens willen verfolgt, misshandelt, eingesperrt und sogar umgebracht werden. Anscheinend tut Gott nichts dagegen. In der Tat ist uns Christen nicht das Schwert in die Hand gegeben; unser Auftrag wird umrissen von Liebe, Gnade und Vergebung. Politisch gesehen sind wir auf Seiten der Verlierer. Interessiert sich Gott also nicht für die Weltpolitik? Jesus Christus jedenfalls verhielt sich politisch auffallend neutral. Doch auf der anderen Seite habe ich den Eindruck, dass sich Gott in Bezug auf Israel – und vielleicht auch nur dort – nicht neutral verhält. Gott sorgt dafür, dass sein Volk nie wieder aus seinem Land vertrieben wird. Genau dieses Versprechen Gottes spiegelt sich indirekt in diesem Textabschnitt wider. Sacharja zeigt sogar auf, dass Israeliten selbst zu Herren über ihre einstigen Herrscher werden. Meine persönliche Meinung ist, dass Nationen, die sich gegen Israel stellen, damit beginnen, ihren eigenen Untergang vorzubereiten.
4. Was Christen aus Gottes Verheißungen lernen können
Aber, so stellt sich die Frage, können wir Christen irgendetwas aus diesem weltbewegenden Konflikt lernen? Ja, das können wir. Es geht hier um althergebrachte Verheißungen, um Versprechen, die Gott seinem Volk gemacht hat. Gott hat schon Abraham versprochen, dass er das Land der Kanaaniter an seine Nachkommen geben wird. Darüber hinaus hat Gott ihm versprochen, dass diejenigen, die ihn, das heißt auch seine Erben, segnen, gesegnet se