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Back to EpisodesMahnung zur Standfestigkeit
Description
Was ist das für ein Wechselbad der Gefühle! Der Kontrast zwischen den vorausgehenden Sätzen im 2. Kapitel des 2. Thessalonicherbriefes und diesem Abschnitt kann kaum größer sein. Da schreibt Paulus mit allergrößtem Ernst über unheimliche satanische Mächte und über die Verführung der Christenheit. Viele werden dem Geist des Irrtums verfallen und infolgedessen der Lüge glauben (2. Thessalonicher 2,11). Aus dem freien Spiel des Geistes und dem eifrigen intellektuellem Streben nach Wahrheit wird unversehens die „Flucht aus dem Glaubensgehorsam gegenüber der Wahrheit in die Probleme“. Gott hat vormals glaubende Menschen ihrem Willen dahingegeben und sie in ihr Verderben laufen lassen! Schrecklich!
Und dann dieser riesengroße Kontrast: „Ihr aber glaubt der Wahrheit in Jesus Christus und nicht der Lüge.“ Dieser Gegensatz ist nicht geringer als der zwischen Tod und Leben. Darum beginnt unser Briefabschnitt auch mit einem aus tiefstem Herzen kommenden „ABER“: „Wir aber müssen Gott allezeit für euch danken“ (2. Thessalonicher 2,13). An erster Stelle steht also der Dank an den lebendigen Gott, dass er seine Gemeinde im wahren Glauben erhält.
Darum lenkt der Apostel Paulus hier in diesem Abschnitt unser Augenmerk auf das, was wirklich wichtig ist und was im Blick auf die Ewigkeit allein zählt Christen. In wenigen Versen wird alles wie in einem Brennglas zusammengefasst und benannt, was den christlichen Glauben ausmacht und von allen anderen Weltanschauungen und Religionen unterscheidet. Das dürfen wir getrost glauben und für Zeit und Ewigkeit festhalten und uns tief einprägen. Das sind die kostbarsten Schätze, die wir entdecken können und die uns in Erinnerung gerufen werden:
- Der lebendige Gott selbst hat uns berufen. Das Wort, was Paulus hier gebraucht, heißt: Gott hat uns nahe herbei gerufen in den Heilsraum und Schutz- und Schonraum seiner Gnade. Jetzt sind wir nicht mehr unter dem Zorn Gottes, sondern ein für alle Mal unter der Gnade. Es war nicht unsere eigene Idee, zu Jesus gehören zu wollen. Nicht wir haben uns für Ihn entschieden, sondern er hat sich für uns entschieden. Er hat uns erwählt.
- Sein Heiliger Geist leitet uns immer tiefer auf den Weg mit Jesus und bewahrt uns darauf. Er wird uns in alle Wahrheit leiten, damit wir ihn immer besser erkennen können und kennenlernen.
- Jesus Christus hat uns geliebt. Er hat sich selber nicht verschont, sondern hat sich bis ins äußerste Verderben dahingegeben. Er war sich nicht zu schade dafür, diesen entsetzlichen Weg ans Kreuz zu gehen. Darum müssen wir nicht an unserer Schuld ersticken. Wir sind freigekauft aus der Knechtschaft unter die Schuld. Jesus hat den Höchstpreis dafür bezahlt: Sein Leben für uns. Das genügt. Mehr an Liebe geht nicht.
- Damit zugleich haben wir einen unvergleichlichen und tiefen Trost, der unsere Herzen tief berühren kann, gerade dann, wenn die Stürme des Lebens um uns toben. Das gilt vor allem dann, wenn die kalte Hand des Todes nach uns greift: „Selbst wenn ich im Tal des Todesschattens bin, fürchte ich kein Unglück. Denn du bist bei mir…“, heißt es in Psalm 23. Wir wären sonst sehr leicht verzagt und wie ein schwankendes Schilfrohr im Wind, ständig hin- und hergerissen und ohne festen Stand.
- Wir dürfen wissen: Wir werden Jesus in seiner Herrlichkeit selbst schauen von Angesicht zu Angesicht, so, wie er ist. Das ist das unverrückbare Ziel des christlichen Glaubens und der unumstößliche Grund unserer Hoffnung. Diese Hoffnung hat einen realen Grund in der Verheißung Gottes. Hoffnung ohne die Verwurzelung in der Heiligen Schrift ist keine Hoffnung, die wirklich tragen könnte im Leben und im Sterben. Eine wie auch immer geartete Hoffnung, die zusätzlich oder gar etwas anderes anbieten oder gar verkaufen will, ist nur Betrug an unserer aufgescheuchten Seele. Der Markt ist voll von solchen Angeboten. Die