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Die Erneuerung Israels durch Gottes Geist

Published 7 months, 1 week ago
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Vor Jahren hat der damalige Bundespräsident Roman Her­zog eine berühmte Rede ge­halten. Er war gerade von einer Asi­enreise zurückgekommen. Und da war er noch ganz erfüllt von der Dy­namik dort. Und darum meinte er bei seiner ersten Rede in Berlin: Was sehe ich hier in Deutschland? Hier herrscht Mutlosigkeit. Ein Gefühl der Lähmung liegt über unserer Gesellschaft. Jeder einzelne sucht seinen eigenen Vorteil. Und dann sprach er den berühmt gewordenen Wunsch aus: Durch Deutschland muss ein Ruck gehen.

Roman Herzog hatte auf seiner Reise zuversichtlichere Men­schen erlebt als da­heim. Und aus die­sem Vergleich wuchs in ihm die Sehn­sucht: durch Deutschland muss ein Ruck gehen.

Dieses Wort vom „Ruck“ weckt noch eine ganz andere Sehnsucht. Sie lässt sich so umschreiben: Durch mein Leben muss ein Ruck ge­hen, dass es mehr Strahlkraft bekommt. Durch meine Familie muss ein Ruck ge­hen, damit unsere Kinder mehr Geborgenheit erleben. Durch unsere ganze Kir­che muss ein Ruck gehen, damit sie wieder Hoffnung wecken kann.

Aber wieso dürfen wir so etwas erwarten? Auf diese Frage gibt es nach meiner Überzeugung nur eine einzige Antwort: Allein das Versprechen Gottes ermutigt uns, einen Ruck der Belebung zu erwarten. Diesem Verspre­chen Gottes be­gegnen wir an vielen Stellen in der Bibel.

In unserem heutigen Bibeltext hören Sie es be­sonders deut­lich:

Und ich will euch ein neues Herz und einen neuen Geist in euch geben und will das steinerne Herz aus eurem Fleisch wegnehmen und euch ein fleischernes Herz geben. (27) Ich will meinen Geist in euch geben und will solche Leute aus euch machen, die in meinen Geboten wandeln und meine Rechte halten und danach tun.

Es sind großartigen Zusagen, die uns Gott hier gibt. Zusagen, die mich vertrauen lassen, dass Gott auch bei uns etwas bewegen wird.

Gott will. Dies ist die stärkste Ermuti­gung dafür, eine Erneuerung unserer Gemein­den und unseres Lebens zu erwarten. Gott sagt selber: ich will. Darum also dürfen wir auch zu­versichtlich um den Heiligen Geist beten. Gott sel­ber will unsere geistliche Bele­bung. Und wir sollten da­bei das Gebet aus China immer mit bedenken. Es lautet: „Herr, erneuere deine Kirche und fange bei mir an. Mein eigenes Herz, mein eigenes Leben soll zuerst ein Ort der Erneuerung sein.“

Ja, Gott spricht von einem neuen Herzen. Die­ses neue Herz, das auf Gott vertraut und ihm folgt, das schenkt ganz allein der Gott, der zuvor enttäuscht worden war.

Gott aber bleibt treu. Und nun verspricht Gott wieder: ich will. Alle, die zum Gottes­volk Israel gehören, sollen mit diesem neuen Herzen beschenkt werden. Und damit wird ein ganz neuer Bund mit Gott geschlossen. Ein Bund von bisher nicht gekannter Qualität.

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