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Warum wirken Wolken oft wie "unten abgeschnitten"?
Published 10 months, 3 weeks ago
Description
Wolkenbildung bei mehr als 100 Prozent relativer Luftfeuchtigkeit
Das passiert dann, wenn die Atmosphäre relativ gleichmäßig geschichtet ist. Wolken entstehen vereinfacht gesagt, wenn die relative Luftfeuchtigkeit höher ist als 100 Prozent. Dann nämlich ist die Luft wasserdampfgesättigt. Damit keine Missverständnisse entstehen: Wasserdampf ist unsichtbar. Es ist also eben gerade nicht das, was man sieht, wenn z.B. ein Topf mit heißem Wasser "dampft". Sondern das, was wir umgangssprachlich als "Dampf" bezeichnen, sind in Wirklichkeit flüssige Tröpfchen in der Luft. Aber Wasserdampf ist gasförmig. Wenn Wasser irgendwo verdunstet, kann die Luft eine bestimmte Menge Wasser in Gasform aufnehmen. Wenn diese Menge überschritten ist, fängt das Wasser an zu kondensieren.Vom unsichtbaren Dampf zum sichtbaren Tröpfchen
Wenn man von 100 Prozent Luftfeuchtigkeit spricht, ist das genau diese Grenze zwischen einem Zustand, in dem die Luft Wasserdampf nur in Gasform enthält und dem Zustand, in dem sich Tröpfchen und somit Nebel oder Wolken bilden. Jetzt kommt aber der nächste Faktor ins Spiel, nämlich die Temperatur: Je wärmer die Luft ist, desto mehr Wasserdampf kann sie aufnehmen, ohne zu kondensieren. Das macht ganz schön was aus:- Hat die Luft eine Temperatur von 0°C, dann kann sie nur 5 Gramm Wasser pro Kubikmeter aufnehmen. Sobald weiterer Wasserdampf dazukommt, bildet sich Nebel – so haben wir etwa an Novembertagen vielerorts Frühnebel.
- Steigt die Lufttemperatur dagegen auf 20°C, kann sie mehr als die dreifache Menge Wasserdampf speichern.