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Tiere und Zäune - Von tödlichen Grenzen
Description
Immer mehr befestigte Grenzen werden weltweit gezogen und aufgebaut: Mauern, Metallwände und Zäune. Und die halten nicht nur Menschen davon ab die Grenzen zu überwinden, sondern auch Tiere. Wandernde Arten müssen kilometerweite Umwege gehen - oder sterben in Zäunen. Autorin: Jenny von Sperber
Credits
Autor/in dieser Folge: Jenny von Sperber
Regie: Sabine Kienhöfer
Es sprachen: Rahel Comtesse, Thomas Birnstiel, Florian Schwarz, Julia Cortis
Technik: Susanne Harasim
Redaktion: Yvonne Maier
Im Interview:
- Dr. Hendrik Bluhm: Biogeograf, Humboldt Universität Berlin (Europa: Elche, Wisente)
- Gregory Nickerson: Wyoming Initiative, University of Wyoming (Amerika: Maultierhirsche)
- Dejit Nandintsetseg: Senckenberg Institut Frankfurt (Asien: Gazellen) Aussprache: „Dédschit Nandín-Tsetsèk“
- Dr. Jörg Melzheimer: Wildtierbiologe, Leibniz Institut für Zoo- und Wildtierforschung, Berlin (Afrika: Geparden, Chamäleon)
Weiterführende Links:
Die Podcast-Folge WirTier:
Biber-Fieber:
https://1.ard.de/wir-tier-biber-fieber
Zur Initiative für wandernde Tiere in Wyoming, mit beeindruckenden Filmaufnahmen.
Atlas über die Routen wandernder Huftiere, mit GPS-Daten und interaktiven Karten weltweit.
Linktipps:
Studie über europäische Zäune und Wildtiere
Studie über den Stacheldrahtzaun zwischen Ungarn und Kroatien
Mehr zu Grenzzäune und ihre Folgen für die Natur aus rechtlicher Sicht
Gepardenprojekt des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung Berlin
Radiowissen finden Sie auch in der ARD Audiothek:
ARD Audiothek | Radiowissen
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Das vollständige Manuskript gibt es HIER.
Lesen Sie einen Ausschnitt aus dem Manuskript:
SPRECHERIN
Aber Elche müssen draußen bleiben. Ein Zaun entlang der polnischen Grenze versperrt ihnen den Weg nach Deutschland, seit 2020: Der Zaun gegen die Afrikanische Schweinepest ASP.
ZSP 01 Bluhm Teil 1
Der steht tatsächlich immer noch, also einzelne Teile im Landesinneren sollen jetzt nach und nach zurückgebaut werden, aber beidseitig entlang fast der ganzen deutsch- polnischen Grenze, also über 450 Kilometer lang, ist der Abschnitt da, wo der Zaun weiterhin steht.
SPRECHERIN
Das ist Hendrik Bluhm. Der Biogeograf erforscht an der Humboldt-Universität zu Berlin wie Elche wieder bei uns heimisch werden könnten. Und was sie noch daran hindert. Denn seit Polen im Jahr 2000 die Jagd auf Elche verboten hat, kommen die großen Huftiere wieder aus Belarus nach Polen und fühlen sich dort offenbar wohl. Es würde den Elchen helfen, wenn sie sich noch weiter nach Westen verbreiten könnten - nach Deutschland - damit sie eine gesunde, stabile Population aufbauen.
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