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Zwischen Bots, Agenten und 20 Kilo Fleisch

Zwischen Bots, Agenten und 20 Kilo Fleisch

Published 1 year, 1 month ago
Description
Bot, Tool, Agent und Agentic einfach erklärt

Bot, Tool, Agent oder gleich Agentic-Netzwerk? Wo genau verläuft eigentlich die Grenze? Mark und Jens starten diese Folge erst mal mit einem Fussel-Check zur letzten Ausgabe: Nicht Anthropic (die Firma hinter Claude) wurde von Salesforce gekauft, sondern das kleine Startup Convergence.ai, ein Anbieter, der genau die Browser-Steuerungsfähigkeit mitbrachte, die ein echter Agent braucht.

Danach räumen die beiden systematisch die Begriffswelt auf: Ein Eliza-artiger Bot antwortet nur auf Prompts, ohne eigenen Plan. Ein Tool wie ein per MCP angebundenes Blender-3D-Programm erweitert diesen Bot um konkrete Fähigkeiten. MCP wird hier treffend als "USB-Schnittstelle für Software" beschrieben. Ein Agent dagegen bekommt ein Ziel statt eines Prompts und verfolgt es eigenständig, behält dabei Kontext über eine längere Zeitspanne. Und sobald mehrere Agenten koordiniert oder unkoordiniert an ähnlichen oder unterschiedlichen Zielen arbeiten, landet man beim größten Begriff des Tages: Agentic.

Wie konkret das wird, zeigt die titelgebende Anekdote: Mark lässt einen KI-Agenten (im OpenAI-Umfeld, nach einer Verwechslung mit Manus aus der letzten Folge aufgeklärt) eine komplette Grillparty für 20 Gäste organisieren: Rezepte für Vorspeise, Grill und Salate, Einkaufsliste, Lieferfenster beim Supermarkt, alles bis zum fertigen Bestellvorschlag. Kurz danach plant derselbe Agent-Ansatz einen mehrtägigen Familientrip nach Dresden und Berlin inklusive Hund, Kulturprogramm und Buchungsoptionen. Nebenbei fällt auch Perplexity als früher Vorreiter, der Quellenangaben und Shopping direkt im Chat verbindet. Das ist ein Punkt, der bei den beiden immer wieder zum eigentlichen Kernthema führt: Vertrauen.

Denn genau das bleibt die offene Flanke: Wer haftet, wenn ein Agent oder ein ganzes Agentic-Netzwerk eigenständig handelt? Braucht man als Mensch weiterhin Quellenangaben, um ein Ergebnis zu akzeptieren, oder reicht am Ende nur noch das fertige Resultat? Mark und Jens verorten das explizit als IT-Security- und Identitätsfrage, nicht als reines UX-Detail. Am Ende drehen sie die berühmte These um: KI ist nicht die letzte Erfindung der Menschheit, sondern ein Werkzeug, das im Zusammenspiel mit Menschen noch ganz neue Erfindungen ermöglichen wird: "KI demokratisiert IT", weil plötzlich viel mehr Menschen mit natürlicher Sprache Dinge tun können, die vorher Fachwissen erforderten.

— Think Different. Think AI. mit Mark Zimmermann und Jens Scharnetzki.

Hören: Apple, Spotify, YouTube, RSS https://think-ai.podigee.io

Neue Folge zuerst im WhatsApp-Kanal https://whatsapp.com/channel/0029VbDJ4ZlGufIrpquad004

Wenn euch die Folge was gebracht hat: einmal bei Apple bewerten. Das entscheidet, ob jemand Neues uns findet. https://podcasts.apple.com/de/podcast/think-different-think-ai/id1828021699

Feedback und Gäste: über die Show-Seite.

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