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Blühende Wiesen - Biotope aus Menschenhand
Description
Mehr als 80 Pflanzenarten können auf einer Wiese wachsen und viele Tiere anlocken. Diese Vielfalt bildet das Fundament vieler Ökosysteme. Intensiv genutztes Grünland ist üppig grün, aber weniger artenreich. Wie lassen sich Wiesen-Ökologie und Ökonomie ausbalancieren? Autorin: Renate Ell (BR 2025)
Credits
Autor/in dieser Folge: Renate Ell
Regie: Sabine Kienhöfer
Es sprachen: Rahel Comtesse
Technik: Monika Gsaenger
Redaktion: Iska Schreglmann
Im Interview:
- Prof. Dr. Wolfgang Weisser, Lehrstuhl für Terrestrische Ökologie, Technische Universität München
- Inge Steidl, Biologin, Freising
- Rita Rott, BUND Naturschutz in Bayern, Landesfachgeschäftsstelle München
- Dr. Sabine Heinz, Institut für Ökologischen Landbau, Bodenkultur und Ressourcenschutz, Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft, Freising
- Maria Bathow, Fachgebiet II 1.5, Umweltmedizin und gesundheitliche Bewertung, Umweltbundesamt, Dessau
Und noch eine Empfehlung der Redaktion:
Quellen und weiterführende Links:
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Das vollständige Manuskript gibt es HIER.
Lesen Sie einen Ausschnitt aus dem Manuskript:
Atmo „Landschaft“, z.B. mit Lerchen, Schwalben, Heuschrecken
ERZÄHLERIN
Wälder, Äcker, Wiesen – das ist der Dreiklang unserer Kulturlandschaft. Also dem, was nicht die Natur geschaffen hat, sondern wir Menschen. Wiesen sind das jüngste dieser drei Elemente. Würden sie nicht gemäht, um Tierfutter zu erzeugen, gäbe es sie nicht. Dann würden dort erst Büsche wachsen und irgendwann ein Wald. Nur auf wenigen Flächen kommen natürliche Grasflächen vor, erklärt Wolfgang Weisser, Professor für Terrestrische Ökologie an der Technischen Universität München.
(1. ZUSP.) WOLFGANG WEISSER
Wenn der Boden sehr dünn ist, und Büsche und insbesondere Bäume schlecht wachsen können, hat man oft eine sehr kurze Vegetation; oder wenn es sehr feucht wäre, und keine Bäume wachsen können, kann es sein, dass man da Grasländer hat, aber im Grunde sind Grasländer erst durch die menschliche Nutzung sehr häufig geworden.
MUSIK: ANCIENT FLUTE JOURNEY 0‘40
ERZÄHLERIN
Bevor Menschen anfingen, Rinder und Schafe zu halten, haben wildlebende Pflanzenfresser wie Wisente, Auerochsen, Elche oder Hirsche das Gras abgeweidet. Mit der Ausweitung der Landwirtschaft entstanden „halboffene“ Landschaften mit Grasflächen und Bäumen. Bauern trieben ihre Tiere in diese sogenannten Hutewälder wie heute auf eine Weide. Im Lauf des Mittelalters entwickelte sich dann die Heuwirtschaft mit großen, eigens angelegten Wiesenflächen, um immer mehr Nutztiere zu versorgen, au