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Zeigerpflanzen - was soll das sein?

Zeigerpflanzen - was soll das sein?

Episode 108 Published 5 months, 4 weeks ago
Description
Hier gibt es Hinweise darauf, was für einen Gartenboden du hast.

Zeigerpflanzen – Was dein Gartenboden dir sagt

Mehr Infos zum naturgemäßen Gärtnern gibt es unter www.neudorff.de

Und eine direkte Nachricht könnt Ihr gern senden an s.klingelhoefer@neudorff.de

Heute geht es Zeigerpflanzen. Können mir Pflanzen tatsächlich zeigen, welchen Boden ich im Garten habe? Klingt verrückt …

.. aber genau so ist es! Ein spannendes Thema für alle, die ihren Garten besser verstehen wollen.

Ganz von vorne: Ich pflanze irgendwas in meinem Garten – und es wächst nicht. Oder es wächst super. Und das hängt mit dem Boden zusammen?

  • Genau! Der Boden ist die Grundlage für jede Pflanze.
  • Manche unserer heimischen Pflanzen wachsen nur dort, wo die Bedingungen für sie perfekt sind.
  • Diese nennt man Zeigerpflanzen, weil sie Hinweise auf die Bodenqualität geben.

Also sagt mir mein Boden durch diese Pflanzen, ob er gut oder schlecht ist?

  • Nicht ganz. „Gut“ oder „schlecht“ gibt es so nicht.
  • Es kommt darauf an, was du anbauen willst.
  • Gemüse braucht andere Bedingungen als eine Blumenwiese oder ein Staudenbeet.
  • Das ist gerade das gute an der Natur: Jede Pflanze hat ihre Nische.

Das klingt, als hätte ich eine Art „Boden-Geheimcode“ in meinem Garten! Lass uns mal ein paar Beispiele durchgehen.

Lockerer Boden – ich muss oft gießen, Unkraut lässt sich gut rausziehen per Hand. Was bedeutet das?

  • Wahrscheinlich hast du sandigen Boden.
  • Typische Zeigerpflanzen: Vogelmiere, Klatschmohn (die beiden wachsen bei mir im Lehm auch, habe daher andere rausgesucht), Hasenklee. Saatwucherblume (gelb, ähnlich Kamille), Frühlings-Hungerblümchen, Hasenklee (hat Puschel)
  • Eigenschaften: Große Partikel –> gut durchlüftet, aber Wasser und Nährstoffe versickern schnell.
  • Gut wachsen würde z.B. Lavendel, Salbei, Heidenelke oder Wildblumen.
  • Maßnahmen zur Bodenverbesserung:
  • Kompost einarbeiten, um Wasser besser zu speichern.
  • Mulchen (z.B. mit Rindenmulch oder Grasschnitt).
  • Neudorff Wasserspeicher-Granulat ausbringen.

Und was ist mit den Stellen, an denen das Wasser nach dem Regen ewig steht?

  • Das deutet auf einen schweren, verdichteten Boden mit einem hohen Tonanteil hin.
  • Typische Zeigerpflanzen: Breitwegerich, Ackerschachtelhalm, Kriechender Hahnenfuß, Löwenzahn.
  • Eigenschaften: Schlecht durchlüftet, speichert Wasser lange, wird im Frühjahr langsam warm.
  • Gut wachsen würden trotzdem z.B. Meerrettich, Essigrose, Weißdorn.
  • Maßnahmen zur Bodenverbesserung:
  • Boden lockern mit einer Grabegabel (nicht umgraben).
  • Jedes Jahr wieder Sand und Kompost untermischen, um die Durchlässigkeit zu verbessern.
  • Bei Rasenflächen Drainage einbauen.
  • An besonders problematischen Stellen hilft oft nur ein Hochbeet.

Es wachsen total viele Brennnesseln im Garten – ist das schlecht?

  • Das zeigt dir nur, dass dein Boden viel Stickstoff hat – sehr fruchtbar!
  • Typische Zeigerpflanzen: Brennnessel, Vogelmiere, Franzosenkraut,.
  • Eigenschaften: Perfekt für Gemüse, aber eventuell zu viel Nährstoffe für Blumen.
  • Gut wachsen würden z.B. Zucchini, Himbeeren und die meisten Prachtstauden.
  • Maßnahmen zur Bodenverbesserung:
  • Stickstoffdüngung (Mist, Hornspäne) einstellen – der Boden hat
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