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Die Beneš-Dekrete - Zwangsaussiedlung der Sudetendeutschen

Die Beneš-Dekrete - Zwangsaussiedlung der Sudetendeutschen

Published 9 months, 1 week ago
Description

Mit den Beneš-Dekreten beschloss die tschechoslowakische Exilregierung die Aussiedlung der Sudetendeutschen. In ihrer neuen Heimat wurden die Vertriebenen nicht mit offenen Armen empfangen, trugen aber ganz wesentlich zum westdeutschen Wirtschaftswunder bei. Von Julia Devlin

Credits
Autorin dieser Folge: Julia Devlin
Regie: Sabine Kienhöfer
Es sprachen: Katja Amberger, Clemens Nicol
Technik: Monika Gsaenger
Redaktion: Thomas Morawetz

Im Interview:
Prof. Dr. Jiří Pešek, Karls-Universität Prag
Dr. René Küpper, Institut für Zeitgeschichte München


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Linktipps:

Sudetendeutsches Museum in München HIER geht es zur Website

Naši Němci – Unsere Deutschen. Dauerausstellung im Museum der Stadt Usti nad Labem/Aussig  HIER geht es zur Website

Deutsch-Tschechische und Deutsch-Slowakische Historikerkommission HIER geht es zur Website

Literatur:

Mathias Beer, Flucht und Vertreibung der Deutschen. Voraussetzungen, Verlauf, Folgen, München 2011. Gut strukturierte Überblicksdarstellung. 

Detlef Brandes, Der Weg zur Vertreibung 1938-1945. Pläne und Entscheidungen zum "Transfer" der Deutschen aus der Tschechoslowakei und aus Polen. München 2005. Ausführliches, wissenschaftliches Werk mit zahlreichen Originalquellen

Wir freuen uns über Feedback und Anregungen zur Sendung per Mail an radiowissen@br.de.

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Das vollständige Manuskript gibt es HIER.

Lesen Sie einen Ausschnitt aus dem Manuskript:

Sprecherin

Berlin, 26. September 1938. Adolf Hitler hält eine umjubelte Rede im Berliner Sportpalast. Es geht um die Deutschen in der Tschechoslowakei. "Frieden oder Krieg" bellt er ins Mikrophon. Er prangert die Benachteiligung der deutschen Minderheit im Nachbarstaat an und bezichtigt den Staatspräsidenten Edvard Beneš dabei zu versagen, Gerechtigkeit zu schaffen. Und er droht offen mit Krieg. 

Atmo Ende

Die Tschechoslowakei entstand 1918 als neuer Staat aus der Erbmasse der Habsburger-Monarchie. Hier lebten nicht nur Tschechen und Slowaken, sondern auch Ungarn, Rumänen, Kroaten und Polen. Und als größte Minderheit die etwa drei Millionen Sudetendeutschen, die vor allem in den Gebieten lebten, die an das Deutsche Reich und an Österreich grenzten. Gerade für sie war die neue Staatsgründung ein erheblicher Einschnitt. 

Küpp

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