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Das alte Russland und Japan - Imperium trifft Märchenland
Description
Ein blühendes Märchenland voller Reichtümer, so wird Japan seit dem Mittelalter gesehen. Doch der Inselstaat isoliert sich von der Außenwelt und bleibt für das Ausland unerreichbar. Das will das Zarenreich jedoch nicht akzeptieren und lässt nichts unversucht, die Isolation des geheimnisvollen Landes zu durchbrechen. Autorin: Fiona Rachel Fischer
Credits
Autor/in dieser Folge: Fiona Rachel Fischer
Regie: Frank Halbach, Fiona Rachel Fischer
Es sprachen: Laura Maire, Christoph Jablonka, Henriette Schmidt, Andreas Neumann
Technik: Andreas Lucke
Redaktion: Thomas Morawetz
Im Interview:
David Wells, Curtin University in Perth, Australien
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ZUM PODCAST
Literaturtipps:
Wells, David N.: Russian Views of Japan 1792-1913. An Anthology of Travel Writing. London/New York 2004.
Lim, Susanna Soojung: China and Japan in the Russian Imagination. 1685-1922. To the Ends of the Orient. Abingdon 2013.
Wells, David N.: The Russian Discovery of Japan, 1670-1800. New York 2020.
Wir freuen uns über Feedback und Anregungen zur Sendung per Mail an radiowissen@br.de.
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Das vollständige Manuskript gibt es HIER.
Lesen Sie einen Ausschnitt aus dem Manuskript:
MUSIK
ERZÄHLER:
Hinter kristallklaren blauen Wassern ganz weit im Osten liegt eine wunderbare Inselgruppe. Die Sonne scheint warm über diesem fernen Land, seine Hügel sind von einem satten Grün, die Wälder üppig und unberührt. Es gibt Gold im Überfluss und Perlen so viele, wie man sich nur wünschen kann.
SPRECHERIN 1:
Japan.
ERZÄHLER:
Ein fernes Land von unermesslicher Schönheit. Ein reiches Land voller Wunder.
SPRECHER 2:
Am Anfang steht ein Märchen.
O-Ton 1: [Japan was invented] /
OV männlich.
Japan wurde erfunden, bevor es entdeckt worden ist.
MUSIK ENDE
MUSIK
SPRECHERIN 1:
So der Historiker David Wells von der Curtin Universität in Perth in Australien. Die Legende von dem unendlichen Reichtum Japans, die seit dem Mittelalter in Europa kursiert, stammt von Marco Polo. Zwar reiste dieser nie selbst nach Japan, dennoch schrieb er in seinen Berichten von riesigen Edelsteinen, Perlen und Goldvorkommen, die dort zu finden seien.
SPRECHER 2:
Das war im 13. Jahrhundert. Erst 3 Jahrhunderte später kommen die europäischen Mächte mit Japan in Kontakt. Doch das Bild von einem märchenhaft wohlhabenden Inselreich im fernen Osten hält sich noch immer.
SPR