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Liselotte von der Pfalz - Ungeschminktes aus Versailles

Liselotte von der Pfalz - Ungeschminktes aus Versailles

Published 2 years ago
Description

Die Heiratspolitik hat Liselotte von der Pfalz an den Hof von Versailles verschlagen. Über das Leben am Hof von Sonnenkönig Ludwig verfasste sie Zehntausende von heute noch berührenden Briefen an ihre deutsche Verwandtschaft. (BR 2016) Autorin: Prisca Straub

Credits
Autorin dieser Folge: Prisca Straub
Regie: Eva Demmelhuber
Es sprachen: Ruth Geiersberger, Axel Wostry, Rahel Comtesse
Technik: Roland Böhm
Redaktion: Petra Hermann-Boeck

Im Interview:
Prof. Dr. Helen Watanabe-O’Kelly, Kulturwissenschaftlerin, Universität Oxford.

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Das vollständige Manuskript gibt es HIER.

Lesen Sie einen Ausschnitt aus dem Manuskript:

SPRECHER

Bei Straßburg, an der Grenze zu Frankreich: Eine prächtige Kutsche hält. An Bord - eine hemmungslos heulende Prinzessin. Denn jetzt heißt es Abschied nehmen. Elisabeth Charlotte, genannt Liselotte von der Pfalz, sagt ihrem Vater Lebewohl. Sie wird Kurfürst Karl I. Ludwig und ihre gesamte Familie nie wieder sehen.

SPRECHERIN

Es ist ein herzergreifender Novembertag im Jahr 1671. Die 19-jährige Liselotte ist auf dem Weg nach Frankreich - zu ihrer Trauung: Sie ist an den Hof des Sonnenkönigs verheiratet worden. Und ihr zukünftiger Mann ist kein Geringerer als der Bruder von Ludwig XIV.

MUSIK

SPRECHER

Wie bei politisch arrangierten Hochzeiten üblich, sind sich die Eheleute bisher kein einziges Mal begegnet. Der Heiratsvertrag? Längst unterschrieben! Und ein Ergebnis zäher Verhandlungen: Denn die Pfalz ist ein kleines, von politischen Großmächten umringtes Land. Die Prinzessin aus Heidelberg nach Versailles zu verheiraten - noch dazu für eine vergleichsweise bescheidene Mitgift - das ist ein Kabinettstück der absolutistischen Diplomatie. 

MUSIK ENDE

O-TON Helen Watanabe-O’Kelly

Sie war aus politischen Gründen eine gute Partie. Geld war nicht groß da. Sie heiratete den Bruder von Ludwig XIV., Philippe d'Orléans, und er hätte eigentlich eine höherstehende Prinzessin heiraten können. Aber Ludwig XIV. hatte ein Auge auf die Pfalz. Die er dann auch nachher tatsächlich erobert hatte. Aber aus politischen Gründen war sie ihm angenehm. 

SPRECHERIN

Professor Helen Watanabe-O’Kelly ist Kulturwissenschaftlerin. Sie lehrt deutsche Literatur in Oxford. Ihr Spezialgebiet: 'Marrying Cultures'. Dabei geht

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