Episode Details
Back to Episodes
Die römische Legion - Waffe und Integrationsmaschine
Description
Die Legionen Roms waren Jahrhunderte lang die gefürchtetste Armee der Welt. Doch die Legionäre waren mehr als nur Soldaten. Sie brachten auch kulturellen, technischen und zivilisatorischen Fortschritt. Autor: Robert Grantner (BR 2019)
Credits
Autor dieser Folge: Robert Grantner
Regie: Axel Wostry
Es sprachen: Julia Fischerz, Johannes Hitzelberger
Technik: Ruth-Maria Ostermann
Redaktion: Thomas Morawetz
Im Interview:
Prof. Dr. Oliver Stoll, Universität Passau
Linktipps:
Noch mehr Interesse an Geschichte? Dann empfehlen wir:
ALLES GESCHICHTE - HISTORY VON RADIOWISSEN
Skurril, anrührend, witzig und oft überraschend. Das Kalenderblatt erzählt geschichtliche Anekdoten zum Tagesdatum. Ein Angebot des Bayerischen Rundfunks.
DAS KALENDERBLATT
Frauen ins Rampenlicht! Der Instagramkanal frauen_geschichte versorgt Sie regelmäßig mit spannenden Posts über Frauen, die Geschichte schrieben. Ein Angebot des Bayerischen Rundfunks.
EXTERNER LINK | INSTAGRAMKANAL frauen_geschichte
Wir freuen uns über Feedback und Anregungen zur Sendung per Mail an radiowissen@br.de.
RadioWissen finden Sie auch in der ARD Audiothek:
ARD Audiothek | RadioWissen
JETZT ENTDECKEN
Das vollständige Manuskript gibt es HIER.
Lesen Sie einen Ausschnitt aus dem Manuskript:
MUSIK
ERZÄHLERIN:
Die römischen Legionen. Bis heute eilt ihnen ihr Ruf voraus: die größte Militärmacht, die die Welt je gesehen hat. Eine perfekt abgestimmte Einheit, taktisch flexibel und intensiv ausgebildet für den Kampf. Schlacht um Schlacht ringen sie ihre Gegner nieder, walzen sich förmlich über sie hinweg. Es sind die Legionäre, die das Imperium Romanum überhaupt erst möglich machen und über Jahrhunderte seine Einheit sichern.
Doch für Professor Oliver Stoll von der Universität Passau waren die römischen Legionen weit mehr, als nur das.
O-Ton Prof. Oliver Stoll
Eigenartigerweise sieht man häufig nur das Militärische und die scheinbar perfekte Maschine, die da funktioniert, aber es ist schon so, dass die Soldaten einen großen Teil ihres Lebens nicht im Krieg verbracht haben und dass es da ganz viele eigentlich eher zivile Tätigkeiten gegeben hat, die von ihnen ausgeführt worden sind. Und das ist auch ein gutes Zeichen dafür, wie hoch das Potenzial dieser Militäreinheiten gewesen ist auch als Kulturträger! Oder als Faktor, der zu einer langfristigen Veränderung in den Provinzen beigetragen hat.
ERZÄHLERIN:
Viele Legionäre sind nicht nur Soldaten. Es gibt unter ihnen eine große Anzahl an Spezialisten. Sie sind befreit vom täglichen Militärdienst in den Lagern und zuständig für die unterschiedlichsten Berufe. Der Jurist Tarruntenus Paternus schreibt im zweiten Jahrhundert:
ZITATOR
„Der Status gewisser Leute garantiert ihnen Befreiung von beschwerlichen Tätigkeiten; in diese Kategorie gehören Feldmesser […] Erdarbeiter für den Grabenbau, Hufschmiede, Architekten, Schiffssteuerleute, Schiffbauer […] Glasmacher, Schmiede, […] Bronzearbeiter,