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Allen das Gleiche? Die Philosophie der sozialen Gerechtigkeit
Description
Jedem das Seine? Oder allen das Gleiche? In der Philosophie, die sich von Anbeginn mit Fragen der Gerechtigkeit beschäftigt, taucht der Begriff der sozialen Gerechtigkeit erst relativ spät auf. Welche Gedanken und Ideen zum Thema soziale Gerechtigkeit gibt es und wie kann eine Gesellschaft sie erreichen? Autorin: Claudia Heissenberg (BR 2023)
Credits
Autor/in dieser Folge: Claudia Heissenberg
Regie: Christiane Klenz
Es sprachen: Katja Bürkle, Johannes Hitzelberger, Caroline Ebner
Technik: Susanne Herzig
Redaktion: Bernhard Kastner
Im Interview:
Christoph Butterwegge, Armutsforscher und emeritierter Professor für Politikwissenschaft, Universität Köln;
Wilfried Hinsch, Professor für Philosophie, Universität Köln
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John Rawls - Vordenker einer gerechten Gesellschaft
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Literaturtipps:
Wilfried HINSCH, Die gerechte Gesellschaft – Eine philosophische Orientierung.
Kurze, aber umfassende und gut verständliche Abhandlung über die Idee der sozialen Gerechtigkeit und die Frage, wie sich unser Gerechtigkeitsverständnis entwickelt hat.
Richard WILKINSON und Kate PICKETT, Gleichheit ist Glück – Warum gerechte Gesellschaften für alle besser sind.
Die beiden britischen Wissenschaftler haben eine Fülle an statistischem Material ausgewertet und festgestellt, dass Gesellschaften, die weniger Ungleichheit aufweisen, auch weniger Kindersterblichkeit, weniger Kriminalität, weniger Drogenmissbrauch, weniger Gewalt, weniger Krankheiten etc. haben.
Thomas MORUS (Sir Thomas More), Utopia.
Für alle, die keine Angst vor alten Texten haben (geschrieben wurde das Büchlein 1515) und immer schon mal wissen wollten, wie das Leben in Utopia aussieht.
Wir freuen uns über Feedback und Anregungen zur Sendung per Mail an radiowissen@br.de.
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Das vollständige Manuskript gibt es HIER.
Lesen Sie einen Ausschnitt aus dem Manuskript:
MUSIK 1 (Z8046313101 Tobi Morare: Ghetto Beat 0‘54)
ZITATOR:
Das S in unserer Partei steht für den sozialen Zusammenhalt und für soziale Gerechtigkeit. (CSU)
ZITATORIN:
Gerechte Teilhabe am erwirtschafteten Ertrag ist das Gebot sozialer Gerechtigkeit und ökonomischer Vernunft. (SPD)
ZITATOR:
Deshalb ist es gerecht, dass die Stärkeren einen größeren Beitrag für unser Gemeinwesen leisten als die Schwächeren. (CDU)
ZITATORIN:
Ausuferndes Gewinnstreben und wachsende materielle Ungleichheit zersetzen die Gesellschaft von innen. (Die Linke)
ZITATOR:
Für uns ist das Prinzip der Fairness Voraussetzung und Maßstab der steten Suche nach Gerechtigkeit. (FDP)
ZITATORIN:
Gerechtigkeit meint auch Gerechtigkeit zwischen den Geschlechtern. (Die Grünen)
O-TON 1: (Butterwegge)
Die große Mehrheit der Bevölkerung strebt eigentlich danach, dass eine gerechtere Verteilung stattfindet in der Gesellschaft, und deshalb müss