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Otto Lilienthal - Die Eroberung der Luft
Description
Otto Lilienthal steht im Sommer 1891 auf einer Sanddüne nahe Potsdam mit einem selbstgebauten Hängegleiter, nimmt Anlauf - und gleitet 20 Meter durch die Luft, bevor er sicher landet. Ein Meilenstein in der Technikgeschichte. Autorin: Brigitte Kohn (BR 2013)
Credits
Autorin dieser Folge: Brigitte Kohn
Regie: Martin Trauner
Es sprachen: Beate Himmelstoß, Martin Umbach, Rahel Comtesse
Redaktion: Brigitte Reimer
Im Interview:
Dr. Bernd Lukasch, Physiker;
Leiter des Otto-Lilienthal-Museums;
Mitautor der Lilienthal-Biographie „Erfinderleben“;
Fritz Lilienthal (Sohn);
Paul Beylich (Assistent);
Ella Storbeck (Zuschauerin)
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Das vollständige Manuskript gibt es HIER.
Lesen Sie einen Ausschnitt aus dem Manuskript:
MUSIK: CD83313 009 (00‘25‘‘)
ERZÄHLERIN:
Sonntag, 9. August 1896. Eine Droschke ist unterwegs zu den Rhinower Bergen. Sie befördert einen Herrn mit blondem Vollbart und ein sonderbares, zusammenklappbares Gestell aus Weidenruten und Baumwollstoff. Damit will er gleich vom Berg springen, der bärtige Herr. Man kennt ihn hier gut, den Otto Lilienthal. Er kommt aus Berlin und ist fast jedes Wochenende hier.
O-TON FRITZ LILIENTHAL:
„Ich weiß, er war ein sehr lebensfroher Mensch. Kerngesund. Er hätte ja auch seine Flugversuche gar nicht mit 48 Jahren noch machen können, wenn er nicht gesund und gewandt und ein guter Turner gewesen wäre.“
MUSIK: CD83313 009 (00‘55‘‘)
ERZÄHLERIN:
Fritz Lilienthal, Ottos Sohn, spricht in einer historischen Rundfunkaufnahme über den letzten Tag im Leben seines Vaters. Am Fuß des Gollenbergs wartet Paul Beylich, Lilienthals Assistent. Er hilft beim Aufklappen des so genannten "Normal-Segelapparats", ein oft erprobtes Fluggerät mit zwei leicht gewölbten Flügeln von 6 Meter 70 Spannweite und waagrechten und senkrechten Schwanzflossen zur Lagestabilisierung. Der Pilot schlüpft durch eine Aussparung im Zentrum des Geräts. Er ist nicht angeschnallt, die Unterarme liegen auf gepolsterten Verstrebungen, die in zwei Griffen für die Hände münden. Die Beine baumeln nach unten, durch Bewegungen nach links oder rechts kann Otto Lilienthal das Gerät in der Luft etwas ausbalancieren. Der erste Flug klappt wunderbar. Trotzdem hat Paul Beylich kein gutes Gefühl. Sagt er - Jahrzehnte später im Gespräch mit Reportern.
O-TON PAUL BEY