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Astor Piazzolla - Der König des Tangos

Astor Piazzolla - Der König des Tangos

Published 1 year, 10 months ago
Description

Astor Piazzolla gilt als Erneuerer des Tangos. Der Komponist und Bandoneonspieler aus Argentinien hat den "Tango Nuevo" erfunden. Seine leidenschaftliche Musik hat die Konzertsäle der Welt erobert. Autor: Martin Trauner (BR 2021)

Credits
Autor dieser Folge: Martin Trauner
Regie: Martin Trauner
Es sprachen: Irina Wanka, Stefan Merki, Kia Ahrndsen
Technik: Robin Auld
Redaktion: Susanne Poelchau

Im Interview:
Luis Borda: argentinischer Gitarrist und Tangokomponist, lebt in München

Wir freuen uns über Feedback und Anregungen zur Sendung per Mail an radiowissen@br.de.


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Das vollständige Manuskript gibt es HIER.

Lesen Sie einen Ausschnitt aus dem Manuskript:

MUSIK: „Decarissimo“ aus: „Piazzolla interpreta a Piazzolla“ 1961

ERZÄHLERIN

Astor Piazzolla spielt: - ein Stück von Astor Piazzolla. „Decarissimo“. Es ist das Jahr 1961. Piazzolla, 40 Jahre alt, bedient das Bandoneon: Begleitet von seinem Ensemble: Klavier, Kontrabass, Geige und mit dabei ein Gitarrist. Horacio Malvicino. Der erinnert sich Jahre später an den etwas schwierigen Maestro:

ZITATOR (Horacio Malvicino) 

Piazzolla war ein Perfektionist und er verlangte von allen höchste Präzision. Es war wie beim Militär: Man durfte keine falsche Note spielen!

1. ZUSPIELUNG (Luis Borda) 

Der war auch ein bisschen so ein Pedant. - Der war ein bisschen so: Hier bin ich. Piazzolla. Der Beste der Welt!

ERZÄHLERIN

„Der Beste der Welt“! Ja, selbstbewusst war er durchaus - 

Schließlich hatte er den Tango revolutioniert, ,

MUSIK pompös aus

2. ZUSPIELUNG (Luis Borda) 

Er hatte das erfunden: „Tango nuevo“.

ERZÄHLERIN

Sagt der in Buenos Aires geborene und in München lebende Musiker Luis Borda. - 

„Weltberühmt“ war Piazzolla in den 1960 Jahren wahrlich noch nicht. Aber immerhin: zumindest in Argentinien war er bekannt wie ein bunter Hund… 

3. ZUSPIELUNG (Luis Borda) 

Piazzolla war ein bisschen immer so, kann man sagen, ein Angeber…Hier bin ich. Und jetzt fängt die Sache an…

MUSIK: „Contrabajeando“ - „Piazzolla interpreta a Piazzolla“ 1961 - 

erster „Tusch“ freistehend

ERZÄHLERIN

„Contrabajeando“. Auch ein Piazzolla-Stück des „Tango nuevo“ – Nur, das hört sich erstmal doch eher an wie eine Etüde. Eine Etüde für einen Kontrabassisten…

4. ZUSPIELUNG (Luis Borda) 

Contrabajeando. – Ist einem Bassisten gewidmet. „Kontrabass“- „Contrabajeando“!

MUSIK hoch

ERZÄHLERIN

Und dann kommt er doch noch: Der Tango. Aber wie!

5. ZUSPIELUNG (Luis Borda) 

Als ich Piazzolla das erste Mal hörte, dachte ich, das ist die Musik, die ich möchte. 

MUSIK hoch

ERZÄHLERIN

In „Contrabajeando“ ist alles drin, was einen Piazzolla-Tango ausmacht: Gefühl. Leidenschaft. Und vor allem: Perfektion. Nur, es mag sogar nicht mehr nach einem traditionellen Tango klingen… Luis Borda:

6. ZUSPIELUNG (Luis Borda) 

Die Musik von Piazzolla war ein bisschen eine andere Dimension. – Nicht besser, nicht schlechter, eine andere Dimension, eine andere Geschichte als der traditionelle Tango…

ERZÄHLERIN

Ist das überhaupt noch Tango? Oder eher eine Mixtur aus Jazz, E-Musik und Tangoelementen. Selbst Piazzollas Gitarrist Horacio Malvio ist sich nicht sicher, er fragt bei Experten nach…Die antworten: Natürlich ist das Tango. - Trotzdem: die Tango-Traditionalisten, die alten Tangoliebhaber, ihnen schienen Piaz

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