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Ölpest und die Folgen - Wie steht es um das Ökosystem?
Description
Nach Ölkatastrophen gehen apokalyptisch anmutende Bilder um Welt: Schwärme toter Fische am Strand, Vögel mit verklebten Flügeln im Todeskampf. Kann sich das Ökosystem jemals von Havarien wie des Tankers Exxon Valdez oder der Bohrplattform Deepwater Horizon erholen? Es hängt von mehreren Faktoren ab, ob und wie sich die Umwelt von einer Ölpest erhol: Wind, Wetter und Meerestemperatur spielen ebenso eine Rolle wie das Tempo und der Umfang von Bekämpfungsmaßnahmen. Von Lukas Grasberger
Credits
Autor dieser Folge: Lukas Grasberger
Regie: Irene Schuck
Es sprachen: Berenike Beschle, Christian Baumann
Technik: Daniela Röder
Redaktion: Nicole Ruchlak
Im Interview:
Erik Johnson, Ph.D. Vogelschutzorganisation Audubon, Louisiana;
Manfred Santen, Diplom-Chemiker, Team Meeresschutz bei Greenpeace;
Ron Heintz, Ph.D., Forschungsdirektor Stika Sound Science Center, Alaska
Jürgen Rullkötter, em. Prof. am Institut für Chemie und Biologie des Meeres, Universität Oldenburg; Prof. Steve Murawski, Meeresbiologe an der University of South Florida, St. Petersburg
Und noch eine besondere Empfehlung der Redaktion:
Die Klimakrise ist da und zwar mit voller Wucht - aber es gibt auch viele Ideen für ihre Lösungen! Der Podcast nimmt uns mit zu Menschen, die sie bereits ausprobieren oder sie sogar längst erfolgreich umsetzen.
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Das vollständige Manuskript gibt es HIER.
Lesen Sie einen Ausschnitt aus dem Manuskript:
O-Ton 1 Dr. Erik Johnson, Vogelschutz-Organisation Audubon
Voice Over
„Vor 14 Jahren gingen Bilder dieser Vögel – mit verklebten Flügeln, und unfähig, zu fliegen – um die Welt. Pelikane sind damals so etwas wie die medialen Aushängeschilder der großen Öl-Katastrophe geworden, die sich 2010 im Golf von Mexiko zugetragen hat.“
Musik 1
"Watching my armor melt" - Album: Gold Dust - EP - Komponist: Jóhann Jóhannsson - Länge: 0'28
Sprecherin
Der Naturschutzbiologe Erik Johnson schrieb gerade an seiner Doktorarbeit, als sich vor der Küste Louisianas im Golf von Mexiko der größte Ölunfall der Geschichte ereignete. Für Vogelkundler wie Johnson war die Explosion der BP-Bohrinsel „Deepwater Horizon“ ein Alptraum. Fast drei Monate lang ergoss sich aus einem havarierten Bohrloch Öl ins Meer, insgesamt fast 800 Millionen Liter. Der todbringende Ölteppich waberte monatelang über den Ozean, legte sich schließlich über 2000 Kilometer Küste.
O-Ton 2 Johnson
Voice Over
„Mindestens 100.000 Vögel sind einer Expertenkommission zufolge direkt durch die Ölpest verendet. Es gibt aber auch Schätzungen, die von zehn Mal mehr Opfern ausgehen. Selbst Fachleute haben eingeräumt, dass sie das ganze Ausmaß der Katastrophe nicht abschätzen können, da viele Bereiche der Golf-Küste sehr abgelegen und schwer zugänglich sind. Dort dürfte Öl in das Marschland - dem Habitat vieler Vögel - eingesickert sein.“
Atmo Vögel nochmal kurz
Sprecherin
Vögel wurden zum sichtbarsten Symbol des Deepwater-Horizon-Desasters. Aber wenn Millionen Liter Öl die Lebensräume im Meer und am Ufer durchdringen, so übersteht dies keine Spezies v