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Die Landung der Alliierten in der Normandie

Die Landung der Alliierten in der Normandie

Published 1 year, 6 months ago
Description

Gedenkveranstaltungen zum D-Day gehören für die Bewohner der Landungsstrände in der Normandie zum Jahresablauf. Staatsoberhäupter reisen an, Veteranen werden geehrt. In diesem Jahr zum 80. Mal. Sie feiern die Befreiung Frankreichs von deutschen Besatzern. Bei der Invasion der Alliierten wurden auch viele normannische Orte komplett zerstört. Ein Drittel aller getöteten französischen Zivilisten im 2. Weltkrieg kam während dieser knapp drei monatigen "Operation Overlord" ums Leben. Wie denken Franzosen heute über den D-Day? Ein Besuch im kleinen Ort Courseulle-sur-mer in der Normandie. Von Andrea Burtz

Credits
Autorin dieser Folge: Andrea Burtz
Regie: Ron Schickler
Es sprachen: Katja Bürkle, Ron Schickler, Andreas Neumann, Hemma Michel
Technik: Robin Auld
Redaktion: Andrea Bräu

Im Interview:
Romain LeChartier, Pensionswirt
Samuel LeVasseur, Friedhofsgärtner
Mathieu, Surfer
Corinne Vervaeke, Fremdenführerin
Philippe Vervaeke, Fremdenführer
Eric Tabaud, Karussellbesitzer, Fotosammler

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Das vollständige Manuskript gibt es HIER.

Lesen Sie einen Ausschnitt aus dem Manuskript:

SPRECHER 1 OV  ÜBERSETZUNG ROMAIN (flüsternd) TON 1

Ich habe immer dasselbe Gefühl, wenn ich das Alter dieser Soldaten lese. Ich bin jetzt 30, die meisten sind jünger als ich. Der Älteste, der hier begraben ist, war 34. Ich habe Mitgefühl, wenn ich mich in ihre Lage versetze, mir ihre Lebenswege vorstelle. Was wohl im Moment der Landung in ihren Köpfen vorgegangen ist, und als sie sich entschlossen haben, herzukommen. Sie hatten keine Wahl. Auf Friedhöfen herrscht immer diese Stimmung von Ruhe und Gelassenheit.

Atmo Friedhof

SPRECHERIN

Es ist ein sonniger Morgen in Bény-sur-mer (benie sür mär). Romain (Romˈɛ̃ː) ist der einzige Besucher auf dem kanadischen Soldatenfriedhof. Er stammt aus dem Nachbarort Courseulles (kúrsöll)und betreibt dort eine kleine Pension. Sein Blick schweift über die einheitlichen Grabsteine der 2.049 jungen Kanadier, die in den ersten Wochen der Normandie-Invasion im Juni 1944 gefallen sind. Auf jeder weißen Stele sind unter einem Ahornblatt Name, Rang und Todesdatum eingraviert. Dazwischen blühen Narzissen, Iris und rote Tulpen.

SPRECHER 1 OV  ÜBERSETZUNG ROMAIN, TON 2

Es ist unvorstellbar. Jetzt sogar noch mehr. Man kann sich einfach nicht vorstellen, dass sowas heute nochmal passieren könnte. Dass Menschen sechstausend Kilometer auf einem Schiff oder in einem Flugzeug hinter sich bringen, um ein Land zu retten, das sie gar nicht kennen. Ich glaube, wenn man heute Leute zwischen 20 und 30 fragen würde, ob sie in der Lage wären, das zu tun, würden 99% „nein“ sagen. Es ist unvorstellbar, und das macht das Ganze noch stärker.

ATMO Friedhof

FREISTEHEND, SAMUEL LEVASSEUR, TON 3

Je suis jardinier. Ca fait 30 ans que je fais le travail

pour le cimetière.

SPRECHERIN

Samuel Levasseur (samüäl lövassör) ist seit 30 Jahren der einzige Gärtner des Soldatenfriedhofs. Im Ort heißt es, es sei der schöns

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