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Glückshormone - Komplexe Botenstoffe mit viel Wirkung
Description
Sauer macht lustig, Schokolade macht glücklich, Sport macht euphorisch. Hinter diesen Volksweisheiten stecken ein bisschen Wahrheit - und vor allem: Glückshormone. Was bewirken sie? Und wo wird ihnen zu viel Einfluss nachgesagt? Können wir uns mit Ernährung, Bewegung oder auch Lachen glücklich machen? Von Bernd-Uwe Gutknecht (BR 2021)
Credits
Autor dieser Folge: Bernd-Uwe Gutknecht
Regie: Martin Trauner
Es sprachen: Katja Amberger, Andreas Neumann, Constanze Fennel
Technik: Robin Auld
Redaktion: Matthias Eggert
Im Interview:
Prof. Dr. Ingo Froböse, Professor für Rehabilitation und Prävention an der Deutschen Sporthochschule Köln;
Prof. Dr. Henriette Uhlenhaut, Molekularbiologin an der TU München;
Prof. Dr. Inga Neumann, Neurobiologin an der Universität Regensburg;
Caroline Rauscher, Apothekerin und Ernährungsberaterin in Kelheim
Wir freuen uns über Feedback und Anregungen zur Sendung per Mail an radiowissen@br.de.
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Das vollständige Manuskript gibt es HIER.
Lesen Sie einen Ausschnitt aus dem Manuskript:
ATMO 1 Stadion
Zusp. 1 Thomas Müller:
„Dadurch dass ich Dinge von mir selbst abverlange, verlange ich die auch von meinen Mitspielern. Denn am Ende des Tages will ich erfolgreich sein, dann gehe ich glücklich ins Bett und am Ende geht es nur um die Glückshormone.“
SPRECHERIN:
Fußball-Star Thomas Müller ist glücklich, wenn er gewinnt. Trifft er selbst ins Tor, dann sprudeln die Glückshormone besonders üppig! Vor allem der Hormonspiegel von Dopamin und Serotonin, den wichtigsten Botenstoffen in Zusammenhang mit Glücksmomenten und Euphorie wie etwa beim Torjubel Tausender Fans. Insgesamt kennt die Forschung sechs Hormone, die uns glücklich machen. Aber noch weiß sie über sie noch lange nicht alles.
ATMO 2 Reporter
Zusp.2 Sieg:
„Natürlich macht auch ein Sieg im Sport, ein Torschuss, ein Erfolg innerhalb des Sports erstmal glücklich. Es bedeutet eine erbrachte Leistung während der sportlichen Aktivität, auch das macht positive Stimmung. Und dadurch ist letztendlich das große Spektrum der unterschiedlichsten Sportarten in der Lage, positive Effekte auf unsere Glückshormone auszuüben.“
SPRECHER:
Sagt Dr. Ingo Froböse, Professor für Rehabilitation und Prävention an der Deutschen Sporthochschule Köln:
MUSIK: „White wherever you look“ – ARD-AROMA (0:17)
Zitator:
Dopamin
SPRECHER:
Dopamin ist körpereigenes Doping! Glückshormone - und natürlich auch ihre Gegenspieler, die Stresshormone – stellt der Körper selbst her. Sie sind nicht mal unter dem Mikroskop zu sehen. Winzig, aber wichtig!
SPRECHERIN:
Glückshormone bestehen aus Aminosäuren, also aus chemischen Verbindungen mit Stickstoff, Kohlenstoff und Sauerstoff. Prof. Dr. Henriette Uhlenhaut, Molekularbiologin an der TU München, erklärt, dass das System der Glückshormone ein bisschen wie früher die Rohrpost im Büro funktioniert:
Zusp. 6 Brief:
„Ein Glückshormon oder irgendein Hormon ist ein Botenstoff, d.h. Hormone werden irgendwo im Körper – da gibt`s z.B. bestimmte Drüsen – produziert und die werden dann über den Kreislauf, über die Blutbahn zu allen anderen Organen im Körper hin transportiert, um dort eine Botschaft zu übermitteln. D.h. zum Beispiel im Gehirn wird ein Signal losgeschickt, oh, wir müssen jetzt unbedingt den Muskeln was sagen, dann wird eine ho